Rechtsvorstellung:
Ein Psychotest
Disclaimer:
Diese "Psychofragen" sind so angelegt, daß sie Ihre
Rechtsvorstellung testen. Sie sind nur dann aussagekräftig, wenn Sie
folgende Voraussetzungen erfüllen:
Sie verstehen die Fragen, worum es hier geht.
Sie leben in der "ersten" Welt, wo Sie sich nicht um Essen, Wohnen,
Arbeitsplatz etc. sorgen müssen.
Sie sind in der christlichen Umgebung aufgewachsen und (aner)kennen ihre
Werte.
Natürlich ist das ganz mehr ein Jux als seriöse Umfrage. Die
Beurteilung am Schluß ist auch nicht ganz ernst gemeint, obwohl es
in jedem Scherz ein Körnchen Wahrheit birgt....
Die Fragen
Beantworten Sie diese Fragen gewissenhaft! Zählen Sie zum Schluß
Ihre As, Bs und Cs zusammen und lesen Sie die Auflösung. Je nach dem,
wieviele von As, Bs und Cs Sie besitzen, tendieren Sie zu jenem Typ. Viel
Spaß!
Verkehrssituationen
- Wie verhalten Sie sich bei einem Stopp-Schild?
- A. Ich halte an, zähle 21, 22, 23 und fahre weiter, wenn kein
Querverkehr kommt.
- B. Ich halte an und fahre weiter, wenn kein Querverkehr kommt.
- C. Ich fahre weiter, wenn kein Querverkehr kommt.
- Fahren Sie auch mit dem Fahrrad durch die Fußgängerzone?
- A. Nein, ich schiebe das Rad.
- B. Nein, ich bleibe auf dem Sattel sitzen und lasse das Rad rollen.
- C. Ja, ich fahre durch.
- Sie wollen über die Zebrastreifen: Die Ampel
zeigt „rot", es kommen aber keine Autos. Überqueren Sie dennoch
die Straße?
- A. Nein, ich warte, bis die Ampel „grün" für mich zeigt.
- B. Ja, aber nur wenn ich keine Kinder sehe. Denn sonst wäre ich
wohl ein schlechtes Beispiel für sie.
- C. Wieso denn über die Zebrastreifen?
Schule und junge
Jahre
- Haben Sie schon mal beim Test oder Spiel geschwindelt?
- A. Nein, ich schwindle NIE!
- B. Beim Test nie, beim Kartenspielen schon.
- C. Ja, öfters.
- Verpfeiffen Sie auch mal unliebsame Mitschüler?
- A. Ja, wenn sie gegen die Schulordnung verstoßen haben, sollen
sie bestraft werden.
- B. Ja, aber nur wenn ich das Opfer ihrer Verbrechen war.
- C. Nein, auch wenn sie mir Unrecht getan haben, kläre ich den
Sachverhalt lieber selbst.
Computerwelt
- Unterwelt
- Kopieren Sie Softwares von und an Freunden?
- A. Nein! Jedes Prgramm, das man verwendet, sollte auch bezahlt werden.
- B. Ja, aber nur, wenn sie sonst zu teuer sind, daß man sich das
nicht mehr leisten kann.
- C. Ja, ich verlange und bezahle das auch.
- Sind Hacker, die sich in fremde Computer einhacken,
Kriminelle?
- A. Ja, niemand hat das Recht, auf anderen Computers herumzuschnüffeln
und Schaden anzurichten.
- B. Ja, aber nur dann, wenn sie Daten verändern oder löschen.
- C. Nein, sie sind eine Bereicherung für die Computerwelt. Sie
zeigen die Schwäche des jeweiligen Systems auf.
Religion
- Was ist Gott für Sie?
- A. Vater und Autoritätsfigur.
- B. Freund und Begleiter.
- C. Gar nichts.
- Was halten Sie von der Zölibat der katholischen
Priester?
- A. Das ist eine notwendige und gute Sache. Priester sollen alle (und
v.a. Gott) lieben und dabei keine/n bevorzugen. Wer die Zölibat nicht
einhalten kann, soll kein Priester werden.
- B. Priester sind auch nur Menschen, man sollte ihnen verzeihen, wenn
sie sich mal „daneben" benommen haben.
- C. Sexualität schadet die Ausübung der priesterlichen Tätigkeiten
ganz und gar nicht. Wieso sollen die Priester/in denn in Zölibat leben
müssen?
Haschisch und
andere Drogen
- Gesetzt, daß Sie sonst keine Droge zu sich
nehmen, wenn jemand Ihnen eine Hasch-Zigarre anbieten, würden Sie
sie nehmen?
- A. Nein, diese Personen gehören angezeigt!
- B. Ja, mal probieren. So schlimm sind sie ja doch nicht.
- C. Ja, Haschisch ist harmloser als Alkohol!
Kleinigkeiten
des Alltags
- Sie finden auf der Straße ÖS 300 in
einer Brieftasche. Was tun Sie?
- A. Ich gebe die Brieftasche an die nächste Polizeistation ab.
- B. Ich lasse sie weiter auf der Straße liegen.
- C. Ich behalte das Geld.
- Bregenz hängt Araki-Bilder, die gedemütigte
nackte Frauen zeigen, öffentlich auf der Straße.
- A. Diese Bilder gehören keinesfalls gezeigt. Wo kommen wir hin,
wenn selbst Kleinkinder nicht mehr von solcher Unkunst sicher sind.
- B. Auch wenn diese Bilder sicher künstlerisch wertvoll und auch
sozial aussagekräftig sind, sollen sie eher in Rahmen einer Ausstellung
zugänglich gemacht werden. Einfach so auf der Straße gezeigt
verlieren sie an Aussagekraft und tragen eher dazu bei, daß die Gesellschaft
immer mehr moralisch verkommt.
- C. Wieso denn nicht? Diese Bilder sind Kunst! Wir können so unsere
Kunstverständnis erweitern. Die soziale Aussage dieser Bilder gewinnen
mehr durch solcher Veröffentlichung.
Demonstration
- Greenpeace, Global 2000 und andere Umweltorganisation
behindern den Bau eines Kraftwerkes, dessen Umweltprüfung in Ordnung
war. Wie stehen Sie dazu?
- A. Wenn die Umweltprüfung den Bau des Kraftwerkes billigt, dann
sollen die „Grüner" sich nicht mehr aufregen.
- B. Wenn diese Umweltorganisationen den Bau behindern, dann haben sie
wohl neue Argumente und neue Fakten, die das Umweltamt vielleicht nicht
kennt. Man soll den Leuten zuhören.
- C. Bau eines Kraftwerkes ist immer eine Belastung für die Umwelt.
Ich würde selbst bei der Demonstration mitmachen wollen.
- Chinas Ministerpräsident Jian Ze-Ming besucht
Österreich. Die Polizei drängten alle Demonstranten außerhalb
der Sichtweite des hohen Besuchs. Sie meinen dazu:
- A. Wenn die Demonstranten sich nicht ordnungsgemäß verhalten,
dann sollen sie von den Polizisten in Schach gehalten werden. Wie würde
Österreich sonst international dastehen? Österreichische Exekutive
haben hier gut gehandelt.
- B. Wenn die Demonstranten sich vernünftig halten, dann hat man
keinen Grund, sie aufzuhalten. In diesem Fall sind die Exekutive wohl ein
bißchen zu streng gewesen. Aber es gibt auch sonst keine Möglichkeiten.
- C. Nieder mit der Polizei! Eine Demonstration für Tibet ist eine
gute Sache. Daß die österreichische Regierung diese Demonstration
von dem Besuch fernhielt, ist eine Schande für alle Österreicher.
Die Auflösung
A
Sie haben eine starke Rechtsvorstellung und stellen sie ziemlich an
erste Stelle der Prioritätenliste. Manchmal wirken Sie deswegen starr
und unflexibel. Tatsächlich sind Sie stolz darauf, ein guter, gesetztreuer
und gottnaher Mensch zu sein. Jedoch sollen Sie sich darüber Gedanken
machen, woher diese Rechtsvorstellung kommt. Das Gesetz wird immer noch
von Menschen beschlossen, und Menschen machen Fehler. Auch auf Bibel oder
andere religiöse Schriften sollte man sich nicht immer verlassen.
Denn sie verlieren durch die Veränderung der Gesellschaft manchmal
auch ihre Gültigkeit.
B
Ihre Rechtsvorstellung ist geprägt von Vernunft. Aber eigentlich
ist diese Vernünftigkeit nur die Auswirkung Ihrer inneren Unsicherheit.
In der Tat haben Sie keine eindeutige Rechtsvorstellungen. Je nachdem,
wie der Wind wehr, drehen Sie Ihren Segel. Ein Grundprinzip haben Sie nicht
immer, auch die Beurteilung, ob etwas richtig oder falsch ist, ist für
Sie recht schwierig, denn in verschiedenen Situationen beurteilen Sie den
gleichen Sachverhalt anders. Die häufigste Antwort, die Sie von sich
geben, ist „Es kommt darauf an...." So versuchen Sie sich aus der
Sache herauszureden. Natürlich hängt die Beurteilung eines Sachverhaltes
von vielen Faktoren ab, die man gegeneinander abwiegen sollte. Doch sollen
Sie sich im Klaren sein, ob diese Vernunft die Folge einer sorgfältigen
Überlegung oder die einer faulen Ausrede ist.
C
Für Sie ist die Rechtsvorstellung unwichtig. Sie machen das, was
für Sie „aus dem Bauch heraus" richtig ist. Dies hat zufolge,
daß Ihre Handlung egoistisch und unüberlegt wirken. In der Tat
finden Sie das, was für Sie wichtig und lustvoll ist, auch richtig.
Somit unterscheiden Sie sich nicht besonders viel von einem Tier. Versuchen
Sie mal, das „Wichtigste" für Sie aufzuschreiben, es wird Ihnen
schwer fallen. Als Person sind Sie unberechenbar! Mal ehrlich: Fast alles,
was andere Leute tun, geht Sie an, nicht wahr?
PS
Die Schlußfolgerung ist ein Parabebeispiel für Trugschlüsse:
Bei jeder Frage gibt es mehr als nur drei mögliche Antworten! Ich
habe somit das Leben vereinfacht, was logisch nicht erlaubt ist. Die Schlußfolgerung
sind auch SO allgemein gehalten, daß sie mehr oder weniger auf jeden
von uns treffen könnte. Da die Menschen eher dazuneigen, in sich die
Fehler zu sehen, unterstreiche ich die negativen Aspekte.... Das ganze
war nur ein Spiel!
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