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A1
Bregenz trifft am 8. und 14.12. auf den Tabellensechsten der Handball-Bundesliga
(15:13 Punkte), die
HSG Nordhorn. Das Team um die vier schwedischen Europameister Peter Gentzel,
Ljubomir Vranjes, Ola Lindgren und Andreas Larsson sowie die beiden Teamflügel
Jan Filip (CZE) und Torsten Jansen (GER) scheiterte letzte Saison nur ganz knapp
im Kampf um den Titel am THW Kiel. Kiel gewann im Mai in der vorletzten
Bundesliga-Runde 27:22 gegen Nordhorn und überholte damit den bisherigen
Tabellenführer.
Die finanziell schwer angeschlagenen Deutschen erhielten die Bundesliga-Lizenz mit Mühe und konnten nur Teile des Kaders halten. Mit den beiden Aufbauspielern Frode Hagen und Glenn Solberg sowie Kreisläufer Dragan Skrbic verließen drei Weltklasse-Spieler den Verein in Richtung Barcelona. Jesper Larsson und Karsten Kohlhaas wechselten ebenfalls zu anderen Vereinen. Manager Bernd Rigterink konnte im Sommer kaum Neuverpflichtungen tätigen, Trainer Kent-Harry Anderson standen beim Vorbereitungsauftakt nur sieben Spieler zur Verfügung. Teilweise erst kurz vor Meisterschaftsbeginn konnte Ersatz verpflichtet werden - Jan-Marko Fog (von Ciudad Real/ESP), Maik Machulla (vom SC Magdeburg für ein halbes Jahr an die SG Hameln ausgeliehen gewesen), Frank Schumann (SG Solingen) sowie einige Nachwuchsspieler verstärkten die HSG Nordhorn.
Einen kleinen Hinweis auf Spielstärken der beiden Teams kann der gemeinsame Europacup-Gegner geben. SPE Strovolos Nikosia (CYP), von A1 Bregenz aus der Champions-League-Qualifikation geworfen, scheiterte im EHF Cup klar an der HSG Nordhorn, verlor das Rückspiel auf Zypern aber nur mit vier Toren (30:34, Hinspiel 16:36).
Für die HSG Nordhorn waren die beiden Spiele gegen Nikosia die ersten beiden Europacup-Spiele in der noch jungen Vereinsgeschichte. Der Verein wurde erst 1981 gegründet, als zwei Regionalligisten fusionierten. Von da an ging es stetig aufwärts: 1992/93 Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1998/99 Aufstieg in die 1. Bundesliga – dort dann die Platzierungen 5, 8 und in der vergangenen Saison 2. Im DHB-Pokal wurde zwei Mal das Final Four erreicht (2000/01, 2001/02).
Weltklasse-Spieler im Kader von Nordhorn:
Peter
Gentzel: der Schlussmann der schwedischen Nationalmannschaft brachte es
auf bislang 160 Länderspiele, wurde bei der EM 2002 in Schweden zum besten
Torhüter gewählt. Er hatte dabei u.a. 6 von 13 Siebenmetern gehalten.
Bisherige Vereine: BM
Granollers, BM Cantabria (beide ESP), Redbergslids IK, IK Helm (beide SWE)
Ljubomir
Vranjes: der nur 1,68 m große Rückraumspieler besticht durch
„kanonenkugel-artiges“ 1:1-Spiel und lief schon 120 Mal für das schwedische
Nationalteam auf.
Bisherige Vereine: BM
Granollers (ESP), RIK Göteborg, Kortedala (beide SWE)
Ola
Lindgren: eines der Urgesteine in der schwedischen Nationalmannschaft.
Der 1964 geborene Verteidigungs-Chef (360 Länderspiele!!) holte zusammen mit
Magnus Wislander und Staffan Olsson unzählige WM- und EM-Titel.
Bisherige Vereine:
HSV Düsseldorf, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (beide GER), Drott Halmstadt
(SWE)
Robert
Andersson: der schwedische Ex-Internationale (139 Länderspiele) ist einer
der beiden Shooter aus dem Rückraum.
Bisherige Vereine: OSC Rheinhausen (GER), RTV Basel (SUI),
Bayer Dormagen (GER), Ystad IF, IFK Ystad (beide SWE)
Andreas
Larsson: mit 112 Länderspielen für Schweden zählt der zweite
Rückraumshooter bereits zu den Routiniers im Kader von Nordhorn.
Bisherige Vereine: TBV Lemgo, TuS Schutterwald (beide
GER), IFK Skövde (SWE)
Jan
Filip: der tschechische Rechts-Außen ist einer der torgefährlichsten und
trickreichsten Gegenstoß-Spieler der Bundesliga. Er landete bei der EM 2002 mit
44 Toren in sieben Spielen auf Platz fünf der Torschützenliste. Als bester
Werfer der HSG Nordhorn liegt er derzeit auf dem fünften Rang der
Bundesliga-Torschützenliste.
Bisherige Vereine: Conversano (ITA), HSV Düsseldorf (GER), Dukla Prag (CZE)
Torsten
Jansen: der konterstarke Links-Außen brachte es auf bislang 28 Einsätze
im deutschen Nationalteam.
Bisherige Vereine: SG Solingen, TuSEM Essen (beide GER)
Ian-Marco
Fog: der dänische Internationale (120 Einberufungen) wurde vor der Saison
als Ersatz für Kreisläufer Dragan Skrbic verpflichtet und brachte die Empfehlung
eines Europacup-Sieges mit Ciudad Real mit.
Bisherige Vereine: Ciudad Real (ESP), VfL Hameln, VfL Gummersbach (beide GER),
Virum Sorgenfri (DAN)
4. Runde
EHF-Cup
Spieltermine: 7./8.12.02 in Nordhorn, 14.12.02 in Bregenz
| HSG Nordhorn/GER | : | A1 Bregenz |
| FC Barcelona/ESP | : | Tusem Essen/GER |
| RK Sintelon/YUG | : | Dunaferr SE/HUN |
| Lukoil-Dynamo Astrakhan/RUS | : | Zamet Crotek Rijeka/CRO |
| Portovik Yuzhny/UKR | : | Pfadi Winterthur/SUI |
| WKS Slask Wroclaw/POL | : | HC Granitas Kaunas/LTU |
| Bjerringbro FH Elite Als/DAN | : | Sandefjord TIF/NOR |
| BM. Altea/ESP | : | ASKI Ankara/TUR |
Vorschau: Auslosung 4. Runde EHF-Cup am Dienstag
A1 Bregenz steht erstmals in der vierten Runde des EHF-Cups. Am Dienstag ab 11 Uhr wird am EHF-Sitz in Wien der Gegner des Österreichischen Meisters ausgelost. Spieltermin der Viertrundenspiele ist der 7./8. bzw. 14./15.12.2002.
Bregenz ist für die Auslosung ebenso wie Dunaferr SE (HUN) oder Essen (GER) nicht gesetzt. Mögliche Gegner in der vierten Runde sind somit Bjerringbro (DAN), B.M. Altea (ESP), FC Barcelona (ESP), HSG Nordhorn (GER), WKS Slask Wroclaw (POL), Portovik Yuzhny (UKR), RK Sintelon (YUG) sowie Lukoil Dynamo Astrakhan (RUS). "Wunschgegner" Pfadi Winterthur muss ebenfalls gegen ein gesetztes Team antreten.