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- Tag 2 Donnerstag, 12.07
Jericoacoara
- Tag 3 Freitag, 13.07
Jericoacoara
- Tag 4 Samstag, 14.07
Jericoacoara
- Tag 5 Sonntag, 15.07 Manaus,
Ankunft
- Tag 6 Montag, 16.07
Pres. Figueiredo, Egydio
- Tag 7 Dienstag, 17.07
Pres. Figueiredo
- Tag 8 Mittwoch, 18.07
Pres. Figueiredo
- Tag 9 Donnerstag,, 19.07
Amazonas, Rio Negro
- Tag 10 Freitag, 20.07
Amazonas, Rio Negro
- Tag 11 Samstag, 21.07 Manaus
Stadt, Salvador
- Tag 12 Sonntag, 22.07
Salvador, Fahrt in den Sertao
- Tag 13 Montag, 23.07 Sertao,
Gamileira
- Tag 14 Dienstag, 24.07 Irece,
Barra do Mendes, R. Tomaselli
- Tag 15 Mittwoch, 25.07
Fahrt nach Lencois
- Tag 16 Donnerstag, 26.07 Lencois,
Cachoerira Sossesgo
- Tag 17 Freitag, 27.07 Fahrt nach
Salvador
- Tag 18 Samstag, 28.07 Salvador
- Tag 19 Sonntag, 29.07
Praia do Forte
- Tag 20 Montag, 30.07 Praia do
Forte, Rückflug
- Tag 21 Dienstag 31.07 Ankunft in ZH
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Den ersten Sonnenschein in Brasilien geniesen,
Sao Paulo:

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Abflug von Zürich
Wir trafen uns
am Nachmittag in der Abflughalle. Manche kamen mit dem Zug, manche ließen
sich von Verwandten bringen und manche, so wie ich, waren schnell genug
um sich noch eine Mitfahrgelegenheit zu ergattern. :-) Danke Gini fürs
mitnehmen. Im Auto hatten aber auch noch Sabine, Bernd und Iris und
natürlich unser (grosses?) Gepäck Platz. Halt, halt, ich bin doch wieder
einmal viel zu schnell.... also, außer Kathrin und Evelin kommen alle
Reiseteilnehmer aus Vorarlberg, und Zürich Kloten ist der nächstgelegene
Flughafen. Wir kannten uns natürlich alle schon, hatten uns doch schon
vorher bei Reini getroffen. Hab' ich schon wieder etwas übersprungen?
Vielleicht sollte
ich besser wirklich ganz von vorne anfangen. Drehen wir die Zeit ein
wenig zurück. Eines Tages machte Maria in einem Mail eine Bemerkung,
ich sei doch so ein "Reisevogel" und sie kenne da jemanden der sich
in Brasilien sehr gut auskenne und er suche noch ein paar Leute für
seine nächste Reise dorthin. Das war im Jahr 2000. Ich war dann mit
Freunden bei ihm und Reini erzählte uns von seiner Reiseroute. Ich war
sofort begeistert. Leider kam keine Gruppe zustande, aber dieses Jahr
sollte es klappen. Für gewöhnlich war ich immer alleine unterwegs, aber
diesmal war ich von der Idee mit ein paar Vorarlberger, einer Schweizerin
und einer Wienerin unterwegs zu sein doch sehr erfreut. Zudem es keine
0815 Reise werden würde sondern etwas wirklich besonderes - und ich
sollte recht behalten. Ein grosses Lob für unseren Guide Reini (Reinhart)
der uns Land und Leute wirklich näher brachte, aber ich will jetzt nichts
vorweg nehmen :-). So, und nun sind wir wieder da wo ich anfing zu erzählen,
in der Abflughalle. Reini kümmerte sich gleich ums Gepäck und wir konnten
am Gruppenschalter einchecken, ich dachte immer, dass sei für offizielle
Reiseveranstalter vorbehalten aber unser Grüppchen machte doch auch
einen sehr professionellen Eindruck. :-)
Abflug ca 18:30
h. Zwischenlandung in Paris, wo wir auch unsere Wienerin Evelin trafen,
nachdem Reinhart den Kampf ums einchecken überstanden hatte (ich glaub,
er stand fast eine Stunde dort und diskutierte mit dem Flugpersonal
warum das alles sooo lange dauerte) kamen wir Stunden später und sehr
müde in Sao Paulo an. Der nächste Flug mach Fortaleza ging erst in ein
paar Stunden, tja so wirklich toll ist der Flughafen von Sao Paulo auch
wieder nicht... aber irgendwie haben wir die Zeit auch totgeschlagen,
draußen kam uns bereits die feucht, warme Luft entgegen - herrlich.
Die paar Stunden in den engen Flugsitzen nach Fortaleza vergingen dann
sehr schnell. Dort war ich das erstemal froh Reini mit seinen fliessend
portugiesisch Kenntnissen dabei zu haben, es stellte sich nämlich heraus
das einige Gepäckstücke in Paris "liegengeblieben" waren. Und ausgerechnet
auch alles von den männlichen Reisteilnehmer, mit ausborgen war also
vorerst nicht zu denken. Er schaffte es dann mit gut zureden, dass unser
Gepäck, sollte es doch noch ankommen, nach Jericoacoara transportiert
wird.... Harry
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Diese
Seiten sind aus der Idee heraus entstanden unsere gemeinsamen Erlebnisse
festzuhalten.
Ich
machte dann den Vorschlag eine HP zu machen und natürlich hatte ich
auch die Arbeit damit. Aber es machte viel Spass. :-)
Die Texte stammen aus den Federn von (fast) allen...
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Tag 1, Mittwoch
11.07. Fortaleza
Nach einem ausgezeichneten
Frühstück bekamen wir während der Busfahrt in die Innenstadt von Fortaleza
einen ersten Eindruck von Land und Leuten. Unser erstes Ziel war der
Markt, wo es sehr viel Neues zu entdecken gab, wie z.B. exotische Gewürze,
Früchte, Kräuter und vieles mehr. Die Freude war groß, als der "Startschuss"
zum Hängemattenkauf gegeben wurde.Wir verteilten uns in den verschiedenen
Geschäften, die Auswahl war riesig und der Handel begann. Schlussendlich
waren wir alle über unsere gelungenen Einkäufe begeistert und schon
sehr auf die erste Nacht gespannt, die wir in unseren neuen Hängematten
verbringen würden. Nach einem Abendessen, sowie einem obligatorischen
Schluck Schnaps waren alle für die Nachtfahrt nach Gijoca gerüstet.
Nur mit "Sturmgepäck" und für manche ohne Gepäck, aber voller Hoffnung,
dieses doch noch bald zu bekommen, ging es endlich los.
Iris
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Jeri,
wie die Einheimischen sagen, liegt etwa 400km in nordwestlicher Richtung
von Fortaleza entfernt. Der Name Jericoacoara ist indianischer Herkunft
und bedeutet: Der Platz an dem die Krokodile schlafen. Aber keine Sorge,
wie sagen die Leute hier ironisch: Wo es Haifische gibt, da gibt es keine
Krokodile.
mehr
Infos..
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Tag 2 Donnerstag, 12.07
Jericoacoara
Nach einer sehr
langen Nachtfahrt sind wir heute sehr früh angekommen, es war auf alle
Fälle später als 03 h .... Es war stockdunkel in Jeri, die letzten paar
km sind wir mit einem umgebauten LKW durch die Sanddünen gefahren. Nach
dem Abladen des Gepäcks (es gab schon noch ein paar unter uns, denen
die Fluggesellschaft ein bisschen freundlicher gesinnt war :-) ) wanderten
wir noch ein paar Meter in unsere Unterkunft, keiner wusste so genau
wohin, aber alle vertrauten unserem Guide :-). Wir packten unsere Hängematten
aus und schliefen recht schnell ein - zumindest ich. Frühstück gab's
dann so ca. um 11:30h. Ich freute mich schon auf einen Kaffee, aber
noch mehr freute ich mich auf die frischen Früchte welche ich seit meinem
letzten Südamerikaaufenthalt schon so sehr vermisst hatte. Heute war
relaxen angesagt, ich verbrachte einige Stunden am Tag in der Hängematte,
andere erkundeten den kleinen Ort. Am Abend ging es auf die Sanddüne
um den Sonnenuntergang zu beobachten. Jeri liegt malerisch inmitten
von Sandünen direkt am Meer. Nein, nicht nur wir hatten diese Idee.
Die Düne war voll mit Leuten, darunter sehr viele Dorfbewohner, das
ist hier so eine Art Ritual. Aber es wird nicht nur der Sonne zugesehen,
nein, viele liefen, fuhren die steile Flanke der Düne hinunter um dann
wieder mühsam herauf zu klettern.... Harry
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Die
Reiseteilnehmer:
Kathrin
Harald
Bernd
Sabine
Iris
Lisi
Elisabeth
B.
Helmut
B.
Elisabeth
D.
Bernhard
Evelin
Barbara
Gini
und
natürlich:
Reinhart
und Familie
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Tag 3 Freitag, 13.07
Jericoacoara
Einige von uns
sind gestern bzw.heute morgen sehr spät ins Bett gekommen.Wir warteten
um 2 Uhr morgens auf unsere fehlenden 7 Gepäckstücke, die um diese Zeit
ankommen sollten. Natürlich wurde während dem Warten getrunken, einen
Drink nach dem anderen: Bier, Caipirinha, Caipirosca, Pinga.... so verging
die Zeit. Plötzlich meinte Bernd aus dem Muntafuuu: '' I ho ke Bock
meeh! '' Doch kurz darauf war endlich das Gepäck angekommen. Keines
fehlte, welch Überraschung! Zur Freude wird nochmals ne Runde bestellt.
Dem Spender sei ein Trullala, trullala, trullala....es wurde spät! In
der Nacht träumte ich von: I ho ke Bock meeh. Um 8.00 Uhr Tagwache.
Tja, Morgenstund
hat Gold im Mund sag ich da nur. Doch bei diesem Morgenessen mit feinen
Bananen, Papayas, Melonen, Ananas....war der schwere Kopf bald vergessen.
Um 9.00 Uhr war reiten in den Sanddünen angesagt. Die Pferde sahen mehr
aus wie Maultiere. Manch einem Gaul sah man gut an, dass er schon manches
in seinem Leben geleistet hat. Die Sättel wurden mit irgendwelchen Stoffen
gepolstert und nur mit einem dünnen Strick um den Bauch befestigt. Jedem
wurde dann also ein Pferd zugeteilt.Der Ritt durch die Sanddünen war
total schön aber auch anstrengend. Etwas ribschte immer. Sei es nun
der Steigbügel und/oder der Sattel. Alle waren froh, als wir nach 2,5
Stunden das Ziel erreicht hatten. In mitten der Sanddünen ein kleiner
Süßwassersee. Blau, grün, türkis spiegelte das Wasser. Einfach wunderschön!
So hatten wir ca.3 Stunden Zeit um uns zu erholen, zu baden, zu sonnen,
zu essen... wunderbar. Bevor wir den Heimweg antraten, wechselten noch
zwei von der Gruppe die Pferde, denn diese 2 Gäule waren echt langsam
oder einfach zu faul. Danach hieß es nochmals auf die Zähne beißen und
wir ritten zurück. Die Sonne brannte heiß auf uns nieder. Später dann
im Abendlicht wurden die Konturen der Dünen immer stärker sichtbar.
Der Sand verfärbte sich ins gelbliche. Einige Lieder hoch zu Ross verdrängten
das Gefühl erschöpft und müde zu sein. Im Dorf angekommen plumpsten
wir wie Kartoffelsäcke von den Pferden. Außer einem wunden A.... , roten
Körperstellen und einem grauenhaften Muskelkater, kamen wir noch glimpflich
davon! Nun hatten wir echt ne Dusche verdient. Nachtessen. Die meisten
gingen früh ins Bett, ja sogar ich! Doch es gab immer solche, die es
noch wissen wollten! Die Böhlers, Bernd, Bernhard, Bernadette und Reinhart
besuchten noch ein kleines Dorffest. Wie ich am nächsten Morgen vernahm,
ging der Abend böse aus. Kathrin
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Morgensonne
in Jeri

Barbara
macht's uns vor...

Bei
der Pedra Furada, warten auf den Sonnenuntergang
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Tag 4 Samstag, 14.07
Jericoacoara
Am Freitag bot
uns Reinhart folgendes an: am Vormittag ca. 1 ½ Stunden Segeln und am
Spätnachmittag Wanderung zur Pedra Furada. Nachdem wir am Vortag fast
unglaubliches geleistet hatten, nämlich einen 6-Stunden-Ritt durch eine
märchenhafte Landschaft, ist ein wenig Ausspannen für mich sehr attraktiv.
Das Frühstück wird wieder üppig mit Früchten, Säften, Rühreiern, Weißbrot
und Kaffee im Innenhof serviert. Ein stürmischer, warmer Wind jagt Wolken
über den Himmel, und so manche(r) aus unserer Gruppe nutzt ihn, um noch
schnell ein paar Wäschestücke zu trocknen. Es zeichnet sich auch schon
ab, wer die guten Wäscher sind. Die Segler finden sich zusammen und
begeben sich ans Meer. Reinhart erklärte zuvor, dass - anders wie früher
- das Boot per Motorantrieb aufs Meer hinausfahre und erst dort die
Segel hisse. Nachdem ich in der Tat keine Wasserratte und eher seeuntüchtig
bin, entscheide ich mich, es gemütlich zu nehmen und mir auch den Ort
etwas genauer anzusehen, zumal die Zeit kurz bemessen ist. Ev. Einschub
Segelbericht von einem Teilnehmer? (Anmerkung vom Redakteur: da ich
auch nicht teilnahm, kann ich dazu auch nichts berichten, aber vielleicht
bekomme ich noch ein Feedback von .. :-) )
Erstaunlicherweise
fühle ich mich nach dem anstrengenden Ritt ziemlich fit. So genieße
ich es, im leichten Sommerkleid und Schlappern auf orangenfarbenem,
feinen Sand durch den Ort zu schlendern. Das Dorf muss einen gewaltigen
Entwicklungssprung gemacht haben - vor ein paar Jahren noch völlig ohne
Strom und nur mit einem zentralen Brunnen - mutet es heute teilweise
wie ein gepflegtes Feriendorf an - geschmackvolle, attraktive Geschäfte,
Cafés und Restaurants, exotisch im warmen Sand und mit wunderbaren Bäumen
und Blumen. Immer wieder freundlich (Augen)Kontakt aufnehmende Menschen,
streunende Hunde und manchmal ein, zwei Reiter. Zwischen den Häusern
leuchtet manchmal die große, weiße Sanddüne mit ein paar Palmen zu ihren
Füßen durch. Während der großen Mittagshitze lerne ich im Café do Brasil
meine Zimmerkollegin Lisi noch ein Stück besser kennen und staune, welch
wunderbare Wesen es doch gibt.. Die Atmosphäre ist entspannt, wir kommen
ins Genießen. Die ersten Postkarten werden vernunftsmässig geschrieben
- wer weiß, wie oft Gelegenheit dazu sein wird?
Wir finden uns
wieder in unserer Pousada ein - die Segler kehren begeistert zurück,
nur einem sei schlecht geworden. Die eine oder andere Hängematte füllt
sich, es wird Siesta gehalten, Wunden (allen voran Elisabeth mit ihrem,
vom Satten völlig wundgescheuerten Hinterteil) und die ersten Wehwehchens
werden verarztet. Mitte Nachmittag brechen wir in zu einer Wanderung
in die andere Richtung der Küste auf. Zuvor bestellt Reinhart nochmals
einen Tisch im Lokal des Vorabends. Bei sehr starkem Wind und Sonne
bewegen wir uns über Sand, Steinformationen jeder Art auf eine Art Kap
zu. Immer wieder müssen wir der schnell hereinbrechenden Flut ausweichen
und wissen, dass die Zeit knapp ist, um im Trockenen den Pedra Furada
zu erreichen. Der Pedra Furada ist natürliches gewaltiges Steinportal,
in dessen Mitte quasi "die Sonne untergeht". Wir erreichen ihn, sind
allerdings nicht alleine - viele Leute warten auf den Sonnenuntergang,
sich die Zeit bis dahin mit Coco- oder Biertrinken vertreibend. Behände
Jugendliche klettern auf den Pedra Furada und wirken mit ihrer Silhouette
im Gegenlicht wie ein Scherenschnitt. Plötzlich senkt sich die Sonne
rot ins Meer, wir sehen sie durch das Steinportal.
Nach ein paar
Minuten brechen alle Leute zum Heimweg über den Berg auf. Es muss alles
schnell gehen, denn es gibt in den Tropen kaum eine Dämmerung. Innert
einer guten halben Stunde ist es stockdunkel. Und so gehen wir die gleiche
Strecke, aber diesmal nicht am Strand, sondern auf den Klippen , immer
leicht abschüssig, bis zum Dorf. Alle Leute auf einmal, alle mit dem
gleichen Ziel, alle mit der gleichen Eile und alle bei völliger Dunkelheit
im Dorf. Wir richten unser Gepäck her, verabschieden uns von unseren
Gastgebern und auch von Senhora Severina, der reizenden Mutter von Bernadette.
Bis zur Abfahrt des Nachtbusses, auf den sich speziell Helmut Böhler
schon wieder sehr freut, speisen wir nochmals opulent unter tropischen
Bäumen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir noch einen Caipirinha
getrunken haben (müssen), bevor wir dann mit einem alten Nachtbus uns
wieder auf die Reise in Richtung Fortaleza begeben haben. Barbara
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Manaus
- Hafen
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Tag 5 Sonntag, 15.07
Manaus, Ankunft
Um ca. 05:30 haben
wir unsere Nachtfahrt hinter uns und während wir in die Stadt, Fortaleza
fahren, können wir den Sonnenaufgang bewundern. Vom Busbahnhof geht's
zum Hotel in dem wir frühstücken können und ein Zimmer ist auch schon
für uns alle reserviert in dem wir uns ein wenig frisch machen können.
Um 11h geht unser Flieger nach Manaus, mit Zwischenlandungen in Sao
Luis und Belem kommen wir 5 Stunden später in einer Grosstadt in mitten
des Amazonas-Selvas an. Da wir bereits von einem Fahrer abgeholt werden,
können wir die vielen deutschsprachigen Touristiker die uns gleich eine
wundervolle Reise in den Dschungel aufschwatzen wollen ohne schlechtes
Gewissen links liegen lassen. Da nützt auch der nette Schweizerdialekt,
der in der brasilianische Menge doch auffällt, nichts (nicht bös sein,
Kathrin :-) ) . Nachdem wir unser Hotel bezogen haben, machen wir noch
einen kleinen Rundgang durch den Hafen, da zeigt sich wieder Reini's
Kenntnisse der brasilianschen Mentalität, denn der Hafenmeister wollte
und erst nicht reinlassen (offiziell nur mit gültigen Ticket zu betreten),
aber mit ein bisschen gut zureden ging's dann doch: Tudo bem - Alles
klar! Harry
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"Ich
bin stolz auf dieses vielseitige Brasilien, zu dem ich gehöre. Wo alles
noch offen ist, wo man noch mit einer Utopie vor Augen in die Zukunft
schauen kann, die Natur großartig und wunderschön ist, alles Leben gedeiht
- und die Sonne nie lange fernbleibt" - João Ubaldo Ribeiro

Egydio
mit seinen Gästen aus Europa
Brasilien
ist der fünfgrößte Staat, nach Rußland, Kanada, China und den USA; der
Erde und das größte Land Südamerikas. Seine Fläche von 8.511.965km² umfaßt
47% des südamerikanischen Kontinents. Zur Zeit beträgt die Einwohnerzahl
169.544.443 Mio. (Stand: Zählung vom 01.August 2000). Das Land erstreckt
sich von 5° 17`nördlicher Breite bis 33° 45`südlicher Breite sowie von
34° 46`bis 74° westlicher Länge.
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Infos...
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Tag 6 Montag, 16.07
Pres. Figueiredo, Egydio
Viel zu früh (jedenfalls
nach Auffassung des Berichterstatters) werden wir in unserem Hotel vom
Portier geweckt. Nach einem ausgiebigen Frühstück, unter anderem mit
gekochten Bananen, Maniok in allen Variationen, Melonen, etc. - sehr
köstlich, zwängen wir uns in unseren "Klein-Bus" (ausgefüllt mit 14
Personen + Fahrer!!). An Gepäck haben wir nur unsere am dringendst benötigte
Ausrüstung (genannt "Sturmgepäck") dabei. Der Begriff "Sturmgepäck"
wird vor allem von "Däta" und "Mama" Böhler sehr großzügig interpretiert.
Wir verlassen Manaus und fahren auf einer gut befestigten Straße mitten
hinein ins Landesinnere. Die Straße führt oft kerzengerade hinein ins
"Grüne" und es ist ein ständiges auf und ab zwischen den auf der Strecke
befindlichen Hügeln. Ich ertappe mich immer wieder bei der Frage, wer
um Himmels willen denn erstmals auf die Idee gekommen ist, mitten im
Dschungel eine Ansiedlung zu gründen.
Die mehrstündige
Fahrt verkürzen wir uns mit mehreren "Logik- und Denkspielen", welche
nach Meinung der Initiatoren bereits von Kindergärtnern gelöst werden
können, beim Autor jedoch nur zu einem mäßigen Erfolg führen (!?). Plötzlich
und unerwartet öffnet sich vor uns ein großer Talkessel und "Presidente
Figueiredo" liegt vor uns. Aufgrund der Größe der Stadt sind offenbar
bereits mehrere Leute hier durchgezogen und hatten wohl die spontane
Idee, sich hier sesshaft zu machen. Eigentlich völlig unerwartet treffen
wir in einer richtigen Kleinstadt ein, die sämtliche notwendigen Infrastrukturen
aufweist. Wir treffen beim Haus von "Egydio" - einem guten Bekannten
von Reini - ein und werden von seiner Frau und seinen 3 Kindern sehr
herzlich begrüßt und aufgenommen. Egydio selbst werden wir erst später
kennenlernen, da sich dieser noch im Ausland aufhält. Das Haus von Egydio
liegt idyllisch auf einem Hügel an einer Straße und hat einen riesigen
Garten und ist mit Bäumen, auf welchen "Baumtomaten" wachsen, umgeben.
Der Nachtisch für das Mittagsmahl kann sozusagen direkt vor der Haustüre
aufgesammelt werden, wobei jedoch auf gerade herunterfallenden Nachschub
bedacht zu nehmen ist.
Nachdem wir es
uns erstmal so richtig gemütlich gemacht haben, öffnet der Himmel bereits
seine Schleusen und wir erleben einen richtigen Platzregen, der sich
gewaschen hat. Vor dem Mittagessen machen wir noch unsere Betten, d.h.
wir hängen unsere Hängematten auf und setzen uns dann an den reichlich
gedeckten Tisch. Die Frau von Egydio hat sich wirklich alle Mühen gegeben
und einige Köstlichkeiten gezaubert, um unsere doch schon leeren Mägen
wieder zu füllen. Am Nachmittag brechen wir mit unserem nunmehrigen
Gefährt (Jeep mit offener Pritsche und vermutlich ohne Pickerl) sowie
Reini als Chauffeur zu einer Besichtigung einer Höhle auf. Auf der Fahrt
dorthin retten wir noch ein Faultier, das bei der Überquerung der Fahrbahn
seinem Namen alle Ehre macht. Wir marschieren dann in Reih und Glied
durch den Dschungel und treffen dann bei der Höhle ein. Wir entscheiden
uns, unserer Abenteuerlust nachzugeben und ein kurzes Stück mit Lampen
die Höhle zu erforschen. Da die Höhe von nicht ganz ungefährlichen Gasen
durchströmt wird, verhüllen wir unsere Mundpartie mit einem Handtuch
oder T-Shirt. Fallweise wird dazu auch das Körbchen eines Bikinis (nach
Einschätzung des Autors Größe B-Cup) verwendet - Kathrin. Anschließend
fahren wir mit unserem geländegängigen Untersatz noch zu einem Naturpark,
in welchem mehrere Wasserfälle und kleine Teiche zum Baden einladen.
Ausgelassen stürzen wir uns in die dunkelbraunen Fluten und einige von
uns begeben sich unter die Wasserfälle, wo einem sprichwörtlich die
Hosen ausgezogen werden. Wir werden jedoch wieder von einem kräftigen
Regenguss überrascht und suchen Zuflucht unter einem kleinen Schutzdach.
Da "Mama Böhler" nach Einschätzung von Bernd offenbar etwas ermattet
wirkt, versucht er die Lebensgeister mittels einer ausgewachsenen "Schlammpackung"
wieder zu beleben. Ein Erfolg kann derart festgestellt werden, dass
die "Zwangsbeglückte" in nichts nachstehen will und ihrerseits die heilende
und anregende Wirkung von Schlamm an Bernd ausprobiert. Diesem Vorgang
können einige unserer Gruppe ebenfalls nicht widerstehen und beteiligen
sich intensiv an der ausgebrochenen "wellness-Welle". Am Abend begeben
wir uns gemeinsam in ein uriges Gasthaus in der Stadt. Wir stillen unseren
Hunger an einem ausgezeichneten Buffet. Einige scheinen der Meinung
zu sein, dass während des restlichen Urlaubes wohl keine ausreichende
Verpflegung mehr zur Verfügung steht und holen dementsprechend oft Nachschlag.
Um allf. neuen Denk- und Logikspielen zuvorzukommen, schlage ich Spiele
vor, bei welchen nach Möglichkeit der Denkapparat nicht sonderlich beansprucht
werden sollte. Zum Hit entwickelt sich hierbei das "Zigarettenschachtelspiel"
(d.h. eine leere Zigarettenschachtel wird mittels einsaugens von Atemluft
an die Lippen gepresst und wird der/dem Tischnachbarn/in weitergereicht,
welche/r die Schachtel wiederum mittels ansaugen an die Lippen übernimmt
und wieder an seinen nächsten Tischnachbarn weitergibt, usw.).
Trotz der zwischenzeitlich
erfolgten vermehrten Alkoholaufnahme (Cerveja und Caipirinha) durch
die Beteiligten hat vor allem Iris noch Bedenken um ihre Gesundheit
("Ach, diese Keime"). Um etwas Abwechslung in die Runde zu bringen,
führe ich noch einige nicht näher beschriebene "Raucher- und Zigarettentricks"
vor (Anmerkung: bin Nichtraucher). Nach einem vergnüglichen und lustigen
Abend treten wir die Heimreise an. Einige von uns begeben sich vor der
Nachtruhe noch zu einem Gasthaus auf der Straße und trinken noch gemütlich
ein oder mehrere Biere (Marke "Antarctica", 0,6 l, tiefgekühlt - herrlich).
Ausgelassen begeben wir uns nach diesem Ausklang zu unserem Nachtlager
und lassen uns müde und zufrieden in unsere Hängematten fallen. Bernhard
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Sitio,
unser zuhause für eine Nacht
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Tag 7 Dienstag, 17.07 Pres. Figueiredo
Am Morgen zu Wasserfall
(Cachoeira Santuario) gefahren auch wieder in privates Gebiet. Assima
(?) -Göttin des Meeres. Wassermeditation direkt am Wasserfall - mit
Auftrag dem Wasser etwas auf den Weg zu geben. Ungefähr 11/2 Stunden
zur Verfügung um alleine unterwegs zu sein. Es war sehr schön. Zurück
zu Presidente Figueiredo gefahren und in Safari -Restaurant zu Mittag
gegessen und zu Egydio - ganz kurze Pause - Für Egydio gesungen Ein
kurzes Geburtstagsfest mit Kuchen usw. erlebt. Zu Egydio´s Sitio Ararinho
gefahren mitten im Regenwald. Holz gesammelt und Essen vorbereitet.
Einen Funken gebaut (1 mal europäisch, 1 mal brasilianisch!!) Am Feuer
Hühner und Rindfleisch und Tomaten und Kartoffeln gebraten und bei Kerzenschein
gegessen. Anschließend am Lagerfeuer gesungen und geschunkelt bis der
Funken brannte und bis es zu regnen anfing. Den Funken vom Haus aus
angesehen. Indiogeschichte von Reini gehört mit Einführung zu Indianern
in Brasilien. Anschließend in Hängematte geschlafen. Die einen etwas
früher, die anderen etwas später. Lisi
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Goiaba
- Guave
Die Guave ist ein aus dem tropischen Amerika stammender Obstbaum und gehört
zur Familie der Myrtengewächse. Guavas wachsen auf einem immergrünen Strauch
bzw. einem bis zu 8m hohen Baum. Die Erntezeit der Früchte ist zwischen
April und Juli, November und Februar. Ihre Früchte sind gelb-grün und
haben die Form einer kleinen Birne. Das Fruchtfleisch kann rosa, weiß
und sogar gelb sein, mit jeweils unterschiedlichem Geschmack. Goiabas
werden roh gegessen oder zu unzähligen Süßspeisen und Marmeladen verarbeitet.
Sie enthalten viele Vitamine, besonders aber Vitamin C. Aufgrund des hohen
Vitamingehaltes vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten. Aus den Goiabas
wird die "Goiabada" zubereitet, eine mit Zucker eingedickte Masse, die
in ganz Brasilien allgemeinen Nachtisch darstellt.

Egydio
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Tag 8 Mittwoch, 18.07
Pres. Figueiredo, Sitio-Egydio
Der Tag begann
um 6 Uhr früh mit Baden/Waschen am Fluss. So in freier Natur den Morgen
zu "zelebrieren" hatte schon eine besondere Qualität und brachte für
mich eine fast feierliche Stimmung. Zudem hatte Helmut seine erste Nacht
in der Hängematte gut überstanden (bis jetzt bekam er wegen der gebrochenen
Rippe ja immer ein Bett) und wir beide hatten uns auch durch nächtliche
"Abbruchgeräusche" nicht stören lassen - als nämlich der Wälder samt
Hängematte unter uns auf dem Boden landete wegen des ausgebrochenen
Türstocks. Langsam wurde es lebendig im Haus und nach einem dank mancher
Reste von gestern ideenreich improvisierten Frühstück räumten wir gemeinsam
auf. Fast ein bisschen wehmütig nahm ich Abschied von diesem schönen
Platz. Wir fuhren zurück zum Platz des Bienenzuchtprojekts. Eindrücklich
erklärte uns c seine Pflanzenkultur und seine Ideen zur Bienenpflege.
Er läßt allem Zeit und Raum zu natürlichem Wachstum - auch den Tieren,
die dort gehalten werden. Dann fuhren wir zurück zum Wohnhaus von Egydio
- wie üblich den Transporter im Führerhaus und auf der Ladefläche voll
beladen - und beim Absteigen verletzte sich dann Lisi ihr Knie. Wir
erschraken alle, besonders Reinhard. Er hatte Angst, dass das Bein gebrochen
sein könnte. Nach einer ersten Verarztung durch unsere "hauseigenen"
Krankenschwestern stellte sich Dorothee sofort als Krankentransport
zur Verfügung. Lisi wurde geröntgt und verbunden und der Befund ließ
doch hoffen, dass sie die Reise mit uns fortsetzen kann. Die Lage entspannte
sich also, Lisi konnte unter Tränen wieder lachen und ihr guter Humor
blieb auch in den kommenden Tagen trotz Schmerzen erhalten.
Um 14 Uhr fuhren
wir ab Richtung Manaus. Wir bezogen gegen 16 Uhr neue Zimmer in jenem
Hotel, in dem wir schon vorher untergebracht waren. Dann verbrachten
wir ziemlich viel Zeit mit Mailen - private und geschäftliche Dinge
gab es zu erledigen. Das hatte zur Folge, dass wir mit Wäschewaschen
nicht fertig waren, als die Gruppe abends zum gemeinsamen Ausgang startete.
Also meldeten wir uns ab und planten "nach getaner Arbeit" einen Abend
zu zweit. Vom Chef des Hauses ließen wir uns beraten, weil wir gerne
Fisch essen gehen wollten. Er erzählte uns von einem guten Restaurant
und organisierte uns ein Taxi. Der Taxichauffeur grinste freundlich
- reden konnten wir nicht mit ihm - fuhr zwei Straßen im Kreis wegen
der Einbahnen und setzte uns genau vor derselben Pizzeria ab, in der
wir am ersten Abend in Manaus mit der ganzen Gruppe auch waren. Wahrscheinlich
dachte sich der Fahrer genauso wie wir, das es zu Fuß gleich schnell
gewesen wäre. Ja, so geht es einem "wenn man eine Reise tut" und die
Sprache nicht kann. Dass wir dann am nächsten Abend mit euch allen ein
3. Mal in diesem Lokal landeten, hat unseren Einblick in die Gastronomie
von Manaus und in die Speisekarte des Hauses ungemein bereichert. Elisabeth
B.
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Das
Flußbett des Amazonas ist selbst so tief, daß Überseeschiffe 3.700km stromauf
fast durch den ganzen Kontinent bis ins peruanische Iquitos fahren können.
Die Gesamtlänge der schiffbaren Flüsse Amazoniens beträgt sogar 50.000km.
Bei Manaus, wo der Rio Negro auf das lehmgelbe, sedimentreiche Wasser
des Rio Solimões aus den Anden trifft, wälzen sich die Ströme im gemeinsamen
Bett des Amazonas eine Weile nebeneinander her wie zwei Elemente, die
sich nicht vermischen wollen. Erst etwa 80km weiter dominiert die größere
Menge des gelben Wassers. Dessen fernste Quelle, der eigentliche Ursprung
des Amazonas, wurde erst 1971 von dem Amerikaner Loren McIntyre, entdeckt.
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Tag 9 Donnerstag,,
19.07 Amazonas, Rio Negro
Zeitig in der Früh
ging es wieder los nach einem reichhaltigen Frühstück packten wir wieder
unser Sturmgepäck zusammen und verließen unser Hotel in Manaos. Am Hafen
warteten schon zwei Einheimische Bootsführer mit zwei Booten, wir verluden
unsere Habseligkeiten und fuhren dann drei bis vier Stunden über den
Amazonas zu einmal Hausboot wo Einheimische eine kleine Gästepension
betrieben! Die letzten Gäste waren vor drei Monaten hier! Als erstes
wurden die Kanus ausprobiert, die vor dem Hausboot lagen, es war nicht
jedermanns Sache mit dem Kanu zu paddeln, aber nach etwas Übung gingen
die Kanus nicht mehr unter und wir hatten alle unseren Spaß. Am Nachmittag
nach einer kurzen Siesta machten wir eine Führung mit unserem Einheimischen
vom Hausboot in den Urwald. Er zeigte uns wie man große Ameisen und
handgroße Spinnen aus ihrem Versteck lockt. Nicht zu vergessen der Kaugummi
aus dem Kautschukbaum und jeder von uns der Lust hatten durften ausprobieren,
wie sich Tarzan so fühlt, wenn er sich an einer Liane von Baum zu Baum
schwingt Am interessantesten war jedoch, wie man im Urwald Wasser finden
kann. Der Einheimische zerhackte mit seinem großen Buschmesser eine
Art Riesenfarn und der Holzstamm von der Pflanze war innen porös, wie
ein Schwamm der Wasser aufnehmen und speichern kann. Wir mussten uns
hinknien und er hielt das Holzstück über uns und es kam wirklich trinkbares
Wasser heraus - nicht nur Tropfen sonder richtig viel. Die Tour durch
den Wald dauerte um die drei Stunden. Am Abend gab es wieder ein reichhaltiges
Essen auf dem Hausboot und nach dem Essen fuhren wir mit den zwei Booten
in einen Seitenarm des Amazonas um Krokodile zu suchen aber wir sahen
leider keine, einer aus unserer Gruppe meinte - man kann ja nicht alles
haben! Nach der Rückkunft auf dem Hausboot legten wir uns zufrieden
und glücklich in unsere Hängematten aber ein paar von uns gingen noch
in die Dorfkneipe wo Einheimische bei Kerzenlicht Billard spielten.
Nach einem Schlummertrunk gingen dann auch die letzten von uns schlafen
und träumten schon was uns wohl wieder am nächsten Tag erwarten würde!
Bernd
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Auf
dem Hausboot.
Ich
kann mich nicht mehr erinnern wer sagte, man solle die Hängematten
doch höher anbringen - wegen den Krokodilen :-))
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Tag 10 Freitag,
20.07 Amazonas, Rio Negro
Nach
einer Nacht bei den Flusssiedlern irgendwo in einem Seitenfluss vom
Rio Negro in der Hängematte, machten wir uns mit dem Hausherren bei
dem wir für zwei Tage wohnten einen Ausflug in den Urwald. Dort zeigte
er uns verschiedene Ameisen die gar einen Menschen töten können, einen
Baum aus dessen weißen Flüssigkeit Kaugummi gemacht wird, ein Buschtelefon
(riesiger Baum), Versteck einer Vogelspinne die er mit seinem Schweiß
hervorlockte, wie man Wasser aus einer Liane gewinnt und versuchten
uns auf Tarzans Lianen. Auch zeigte er uns einen weißen dicken Wurm,
der in einer Nuss sich zu Hause fühlt, und angeblich die Potenz steigert
- und schwups - da hatte ihn Bernhard auch schon gegessen. Igitt! Wir
gingen über Stock und Stein,durch Gebüsch, wo Schlangen und viele andere
Tiere sich versteckten. Welche von uns sahen sogar eine Schlange - ich
Gott sei Dank keine. Ich wäre keinen Schritt weiter gelaufen. Nach der
Siesta auf dem Hausboot und den Eindrücken vom Urwald fuhren wir wieder
flussabwärts. Wir sahen uns einen weiteren Seitenfluss an, wo das Wasser
fast Stand, die Landschaft das Leben den Anschein hat - stehen geblieben
zu sein. In der Idylle las uns Reinhard eine Geschichte vor - über eine
Göttin und einem verheirateten Mann. Welch Privileg in einem Sozialen
Netz auf die Welt zu kommen. Gini
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Neugierig
auf das Wetter in Manaus?
Ja?
Ok,
dann ......
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Tag 11 Samstag,
21.07 Manaus Stadt, Salvador
Wir
hatten den Vormittag zur freien Verfügung und konnten unternehmen was
wir wollten. Nach einem gemütlichen Frühstück besichtigten einige den
Markt von Manaus und spazierten noch etwas durch die Stadt, andere besichtigten
die Oper,... Am Nachmittag ging unser Flieger Richtung Salvador. In
Salvador angekommen, bezogen wir nach einer wilden Taxifahrt unsere
Zimmer. In einer nahegelegenen Bar tranken wir einen Caipirinha zum
Start unseres letzten Reiseabschnittes. Sabine
Mein
persönlicher Zusatz zu diesem Tag, weil es einfach so lustig gsi ist:
Lisi (Ich ) mit Gini im Zimmer und eine absolut lustige Nacht verbracht;
sie kuschelte sich zu mir ins Bett wegen der Wand und Tieren in ihrem
Bett. Ich habe mich dann mit der Hängematte in ihr Bett gelegt", Lisi
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Tag 12 Sonntag, 22.07 Salvador,
Fahrt in den Sertao
Nachdem wir wieder
einen doch recht anstrengenden Reisetag hinter uns hatten und es heute
Abend schon wieder mit dem Nachtbus weiter geht haben wir uns ein bisschen
Erholung verdient. Naja, kommt natürlich darauf an was man unter Erholung
versteht :-) Um ca. halb zehn geht's mit dem Bus in die Innenstadt von
Salvador. Dort machen wir erst mal alle zusammen einen kleinen Rundgang
mit Reinhart, danach verteilen wir uns in kleinen Grüppchen in alle
Richtungen um sich irgendwo in der Altstadt wieder über den Weg zu laufen.
Auffallend sind hier die vielen Polizisten, aber aufgrund der vielen
Touristen die sich die schönen restaurierten Gebäude und die unzähligen
Shops ansehen, kein Wunder...
Zum Sonnenuntergang
treffen wir uns wieder alle am Lift "Elevador
Lacerda" der
zum Hafen führt. Noch ein kleiner Abstecher zum Hotel und weiter geht's
zum Busbahnhof, wo wir noch einige Zeit auf unseren sehr komfortablen
Reisebus mit Schlafsesseln warten müssen. Die Fahrt wäre sehr angenehm
gewesen, wäre da nicht nach ein paar Sunden die Bustoilette negativ
aufgefallen, ohne jetzt näher ins Detail gehen zu wollen ..... :-) Harry
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Übersichtskarte
Sertao
Capoeiras:
Reinhart
hat eine neues Projekt initiiert:
"gebrauchter
Pick-up für Capoeiras" - mehr Infos
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Tag 13 Montag, 23.07 Sertao,
Gamileira
Nachtbusfahrt
nach Xique-Xique, Ankunft am Busbahnhof so gegen morgen (7.00Uhr); eine
ältere Frau verkauft Kaffee usw. Reini erzählt die gleiche wie schon
vor Jahren als er das erste Mal hier ankam! Frühstück in Bar mit Swimmingpool
(ein morgendliches Bad tut wohl!). Wir sind angekommen in einer anderen
Welt im Sertau von Brasilien - im Armenhaus Brasiliens: 30% Arbeitslosigkeit
und mehr, kein Wasser, Regenzeit von November bis Februar z.T. nicht
jedes Jahr; Der Rio Francisco ("Der alte Knabe") geht zurück, in den
Dörfern, die vom Fischhandel usw. bis jetzt lebten gehen die Menschen
fort, sie verlieren ihre Existenz zu leben... Gleichzeitig steigt die
Kriminalität; Wir sehen einen fast ausgestorbenen Fisch- und Fleischmarkt.
Wir fahren nach Gamileira: Unterkunft über C.A.A. (Organisation, die
den Menschen wieder lehrt sich selbst zu versorgen, durch Ackerbau,
Wasseraufbereitung usw. ) Giovanni und Ajuton stellen uns die Organisation
in der Vesper vor. Wassertankprojekt in Capoeiras: Dorf von Schwarzen,
deren Vorfahren vor rund 300 Jahren wegen Sklaverei geflüchtet sind
- Heute? Schulbesuch - Probleme... Als wir in dem Gemeinschaftsraum
sangen war eine Verbundenheit und Einheit da. Wir geben ihnen was wir
haben und sie geben uns was sie haben.... Fahrt zu Eremitei (Einsiedelei
eines Mönchs) mit Besinnungstext. Es ist ein ganz besonderer spiritueller
Ort... Abendessen und anschließend für die einen Vesperbesuch (grupo
di austriaca) und anschließend Fußballspiel und auch Fiesta Santa Ana.
Weil die Österreicher da sind und die Band schon da ist wird einfach
ein Fest gefeiert, das es in sich hat! Vom Kleinkind zur Großmutter
war das ganze Dorf versammelt und wir Österreicher tanzten wie wenn
wir Feuer unter den Füßen hätten! Zum Schluss bat uns die Band zu gehen,
damit sie aufhören konnten zu spielen. Wir wunderten uns schon dass
alle Leute gehen ohne dass die Musik aufgehört hatte? Irgendwann fanden
auch die letzten Österreicher Ruhe und Schlaf!! Lisi
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Sertão
– so heißt der mehrere hundert Kilometer breite Trockengürtel im Nordosten
Brasiliens. Die Niederschläge dort sind gering und sehr ungleich über
das ganze Jahr verteilt. Durch die Abholzung der Küstenwälder wurden die
Regenperioden in den letzten Jahrzehnten immer kürzer und die Dürreperioden
immer länger. Das ist jedoch nicht das Hauptproblem im Sertão: Denn dieses
liegt weniger darin, dass insgesamt zu wenig Wasser vorhanden ist – der
Grund für den Wassermangel eines Großteils der armen Bevölkerung ist vielmehr,
dass der freie Zugang zum Wasser nur wenigen vorbehalten bleibt. So werden
aus den großen Flüssen und Stauseen hauptsächlich die Plantagen der Großgrundbesitzer
bewässert, damit diese die Märkte in Europa und Nordamerika in den Wintermonaten
mit Obst versorgen können. Die arme Landbevölkerung in Brasilien hingegen
leidet unter einem Mangel an sauberem Trinkwasser.
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Tag 14 Dienstag, 24.07 Irece,
Barra do Mendes, R.Tomaselli
Die letzten kamen
um 5.00 Uhr ins Bett. Um 7.00 Uhr Tagwache. Tja, wiedereinmal: Morgenstund
hat Gold im Mund! Einige heisere Stimmen klangen aus den Schlafräumen.
Nach dem Frühstück ab auf die Jeeps und Fahrt zu einer Goldgrube. Der
Staub auf der roten Erde wurde immer wieder durch Windstösse aufgewirbelt.
Manch ein weißes T-Shirt war nach diesem Besuch rot gefärbt. Es war
beeindruckend wie die Gesteine zum Teil mit Brecheisen oder Sprengstoff
aufgebrochen wurden. Kristalle glitzerten in der wunderschönen rostroten
Erde. Etwas weiter fanden wir zwei Goldgräber, die ihr Glück versuchten.
Sie waren mit Mundschutz und einem einfachen Hammer ausgerüstet. Im
Staub und der Hitze graben und suchen und graben und suchen sie unermüdlich.
Ein unglaubliches Bild. Danach fuhren wir in ein Dorf. Dort wurde uns
dann der ganze Vorgang gezeigt, wie die Steinbrocken zerdrückt, gewaschen
und schlussendlich ganz wenig Gold übrig blieb. Am Nachmittag fuhren
wir 3 Stunden mit den Jeeps nach Barra do Mendes zu Familie Tomaselli.
Auf dem Pickup war die Fahrt bis zu dem Punkt wo alle zu frieren anfingen
sehr friedlich. Es wurde gesungen, erzählt, Schnäpsle getrunken....
.Sogar den Sonnenuntergang erlebten wir während der Fahrt. Wenn man
es sich bequem machte, konnte man wunderschön das Kreuz des Südens und
die anderen vielen Sterne bestaunen...,ein Traum! Etwas durchgefroren
Ankunft bei Tomasellis. Herzlich wurden wir alle empfangen. In den Pfannen
brodelte schon das Nachtessen. Frau Tomaselli ist stolz für uns zu kochen.
Das Essen schmeckte...mmhhh...wie es halt schmeckt, wenn es mit Liebe
zubereitet ist! Nach dem Nachtessen erzählte R.Tomaselli was seine Tätigkeiten
sind und was er in seinem früheren Leben so alles gemacht hat. Es war
sehr interessant, ein unglaublicher Mann. Später noch ein Activity,
dann wiedermal früh ins Bett. Kathrin
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Rainer
Tomaselli mit Frau

Abfahrt
vorm Haus der Tomaselli's (daneben, nicht die "Bar" :-) )

Die
Wasserratten unter sich... bei Gruta da Pratinha
Lençois
Ausgangspunkt für zahlreiche Unternehmungen in der Chapada Diamantina
ist die Kleinstadt Lençois. Einst war Lençois ein wohlhabende Stadt der
Gold- und Diamantensucher mit bis zu 30.000 Einwohner. Jetzt zählt die
unter Denkmalschutz stehende Stadt gerade mal 3.000 Einwohner. Aber noch
immer weht Abenteuer-Luft durch die Gassen von Lençois. Lençois liegt
425 km westlich von Salvador. Die Busfahrt von Salvador nach Lençois dauert
ca. 5 1/2 Std. Heute kann man von mehreren Flughäfen Brasiliens nach Lençois
fliegen.
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Tag 15 Mittwoch,
25.07 Fahrt nach Lencois
Aus allen Teilen des Haupt- und des Nebenhauses treffen wir uns am Frühstücksbuffet,
welches Frau Tomaselli nicht nur wunderbar vorbereitet hat, sondern
uns wie am Vorabend temperamentvollst und lautstarkest anbietet. Sie
muss in ihrem großen Herzen auch unglaubliche Energien haben! Wir treten
vors Haus, der Himmel zeigt sich bedeckt. Während das Gepäck auf dem
Dach des Busses verstaut wird, führen wir noch die letzten Unterhaltungen
und verabschieden uns von der Familie Tomaselli - einer weiteren glücklichen
Verbindung brasilianischer und österreichischer Mentalität bzw. von
Menschen, die über Kulturen hinweg nach sinnvollen Lösungen und Wegen
suchen.
Die Fahrt geht los - unser Ziel ist Lencois, ein kleines Kolonialstädtchen
in einem Naturschutzgebiet, welches wir erst gegen Abend erreichen werden,
da Reinhart gekonnt einige abwechslungsreiche Zwischenstopps eingeplant
hat. Schon bald verändert sich die Landschaft, wir lassen das trockene,
steinige Wildwestgebiet hinter uns, es wird wieder grüner und die ersten
Monumentalberge zeigen sich in der Ferne. Wir biegen ab zur Gruta da
Pratinha, einer Höhle, wo geschnorchelt werden kann und laut Reinhart
einfach zum "Abschnallen" sein soll! Wir müssen Eintritt bezahlen und
die Schnorchler leihen sich die Ausrüstung aus. Abgesehen von den unermüdlichen
Fetz-Kindern hält sich die Begeisterung noch in Grenzen - es hat bis
vor kurzem ein bißchen geregnet und der Himmel ist bedeckt -, doch Reinhart
holt das letzte aus der Gruppe heraus und etwa 6 Personen lassen sich
schlußendlich motivieren. Die Grotte bietet einen imposanten Anblick
- ein Steintor über türkisblauem Wasser, Flechten und exotische Pflanzen
hängen von den bizarren Felsen herab. Wir nehmen vor dem Eingang Platz
und beobachten, fotografieren, wie der Trupp schnorchelnderweise im
Dunkel verschwindet. Reinhart erklärte uns, dass ein paar Meter in völliger
Dunkelheit geschnorchelt werden. Die Grotte liegt an einem See, von
dessen Steilufer abenteuerlustige Touristen auch mit einer "Tirolese",
einem Flaschenzug (Harald hilf mir bitte, wie nennt man das Ding?) ans
andere Ufer hinübersausen können. (Anmerkung vom Redakteur: Barbara,
keine Ahnung ob es dafür einen Fachausdruck gibt, aber ich bin mir sicher,
die Leser wissen was gemeint ist - stimmt's? :-) ) Unsere Taucher
kehren bald begeistert aus der Unterwelt zurück - es sei uuhura toll
gsi!
Nach einer kleinen Mittagsstärkung führt uns Reinhart zu Fuß in mittlerweile
ziemlichen Hitze zu einer weiteren Grotte, der "Laguna Azul". Treppen
führen steil zum Boden der Grotte. Wir gehen hinunter und plötzlich,
bei dem steilen Lichteinfall, strahlt das Wasser in einem beinah unnatürlich
anmutenden Blau bzw. Türkis! Einfach wunderschön und so angenehm kühl!
Ein wahres Juwel. Wir kehren zum Bus zurück und weiter geht die Fahrt,
anfangs auf einem Feldweg neben Kaffeefeldern in Richtung dieser phantastischen
Tafelberge, die ich vom Grottenplatz aus schon in der Ferne gesehen
und mich gefragt habe, ob ich nicht doch in Australien gelandet bin...
Einzeln stehen sie in einer Landschaft, die schöner in ihrem Farbenspiel
zwischen rostroter Erde und grellgrünen Pflanzen nicht sein könnte.
Wieder denke ich, dass die jetzige Optik wohl kaum zu überbieten ist,
doch das dachte ich schon in Jericoacoara und das dachte ich schon in
Amazonien und das dachte ich auch am Rio Negro.. Die Fahrt geht weiter,
leicht aufwärts einem Gebirgspass entgegen - dem Pao Ignacio, am Kamelhöcker
vorbei, einer gigantisch bizarren Felsformation. Wie es sich für Touristen
gehört, hält der Bus auf der Passhöhe, es werden Fotos gemacht, Erfrischungen
gekauft und die Blase geleert. Dann geht es eine kurze Weile weiter,
und Reinhart winkt den Fahrer links an einen Parkplatz - eine weitere
Überraschung erwartet uns. Von oben wirkt die Landschaft leicht abschüssig,
wir sehen eigentlich nur Büsche so weit das Auge reicht. Ein kleiner
Weg führt uns zu einem Wildbach, den wir überqueren bzw. überspringen
und an dessen anderem Ufer wir auf geschlungenen Pfaden, einmal aufwärts,
dann wieder abwärts, nach einer Weile zu einem herrlichen Wasserfall,
"Garganta do diavo", gelangen. Und das Beste ist, dass dieser Wasserfall
ein riesiges Becken speist, dessen Wasserqualität alles bisherige in
den Schatten stellt. Überraschend frisch, für manche vielleicht zu kalt,
doch um so erholsamer und so groß, dass wir richtig schwimmen können!
Iris und Eveline können es kaum glauben und verwandeln sich in Badenixen,
Reinhart macht wieder die Vorgabe, bis bzw. hinter den Wasserfall zu
schwimmen. Es ist einfach wunderbar - von der Straße aus nicht zu sehen,
ein Paradies in einem Versteck! Ich ziehe mich wieder an und sehe, wie
unser wilder Reinhart mit seinen Kindern, dem Bernd, Sabine (wer war
denn noch dabei?), eine Stufe tiefer in ein weiteres Becken springt.
Bernadette sitzt neben mir und schaut scheinbar gelassen wie eine sprungbereite
Löwin zu. Sie meint, sie sei in der Fetzfamilie zuständig, dass das
Maß eingehalten werde, und ich beginne zu begreifen..
Wir wandern wieder zurück und stoßen auf Lisi, die wegen ihrer Knieverletzung
den Bach nicht überquerte und die Zeit auf der anderen Seite verbrachte.
Dafür begegnete sie einer grell gemusterten Schlange, die vor ihr den
Weg kreuzte! Die Fahrt geht weiter, und bald erreichen wir Lencois,
was "Leintuch" bedeutet. Das Städtchen liegt inmitten eines Gebietes
mit viel Gold- und Edelsteinvorkommen. Der Ort nahm so seinen Aufschwung,
es kamen viele neue Siedler, die zuerst in weißen Zelten hausten, welche
von den Bergen aus gesehen wie Leintücher ausschauten. Der Ort muss
einen wahren Boom erlebt haben, zur Hochblüte des Mineralienabbaus wurde
in diesem Ort die letzte Pariser Mode getragen und die Häuser mit europäischen
Möbeln eingerichtet. Der ganze Ort wurde mit Hilfe von Unesco-Mitteln
restauriert, ein für uns mittlerweile völlig unerwarteter Anblick von
Gediegenheit.
Wir halten vor dem Hotel, einem edlen Gebäude, ebenfalls im Kolonialstil
mit hohen Räumen und Zimmern wie Schlafsäle, wunderschön in ihrer Strenge.
Leider bekommt Reinhart nicht die Zimmer, die er bestellt hatte und
macht sich mit Bernadette auf die Suche nach einer anderen Bleibe, die
er dann auch findet. So landen wir in einem Hotel mit netten kleinen
Zimmern, einem schönen Garten und einem Swimming-pool! Das Abendessen
nehmen wir in einem geschmackvoll eingerichtetem Lokal ein und genießen
ein nicht minder geschmackvolles Essen. Die Brasilianer sind ganz schlau
- sie sparen sich den Aufwand beim Bedienen, indem sie einfach ein wirklich
tolles Buffet aufstellen: auch die Köchin kommt einmal raus und schaut
zum Rechten. Mir schmeckt es ausgezeichnet, vor allem immer wieder diese
unübertrefflichen Fruchtsäfte, das Rindfleisch mit den geschmorten Zwiebeln,
Maniok, die Salate und am Schluß der Cafesinho!! Wir verlassen das Lokal
und schlendern abwärts zur Praca, vorbei an einigen beleuchteten Markständen
mit originellen Sachen. Früher oder später (die Marktstände, hm!) finden
sich alle vor einer Bar ein - wir genehmigen uns unseren mittlerweile
täglichen Caipirinha und erzählen und lachen und blödeln. Es wird ganz
schön frisch, denn wir sind immer noch in den Bergen. Bei unserer Ankunft
begegneten uns auch heimkehrende Bergwanderer, also brasilianische Touristen
- ein fast europäisches Bild.
Die
Leute gehen größtenteils ins Bett, doch ich bleibe mit Iris (der ihr
neues Reggae-T-Shirt Speed verliehen hat), Eveline, Lisi, Kathrin, Bernhard
und Bernd in der Bar. Wir bestellen einen weiteren Caipirinha und gute
Musik. Der schwarze Barkeeper gibt uns zu verstehen, dass jetzt Sperrstunde
ist und dass es keinen Caipirinha und auch keinen Caipiroska gibt, allenfalls
ein Irgendwas (Wodka mit einem Saft) und dass er die Seitenläden schließen
muss. Tudo bem - es finden sich noch 4 oder 5 junge Männer aus Sao Paulo
ein, mit denen wir dann konversieren und auch tanzen. Einer von ihnen,
ein angehender Zahnarzt, gesteht mir, dass ihm Sabine am besten gefalle,
doch er findet nicht den Mut, sie anzusprechen - so ist ihr wahrscheinlich
eine gute Partie entgangen.. Zuhause im Hotel kommt uns alles so still
vor, da müssen wir noch mehr lachen. Eveline schlägt noch einen Schwumm
im Pool vor, das findet die Iris cool und holt schnell ihr Handtuch.
Ich sag den Mädels, dass wir jetzt wirklich keinen Badeanzug mehr brauchen,
da wir quasi unter uns sind. Doch vielleicht haben wir so den Bernd
verjagt, der schon vor uns im Pool gespielt hat und plötzlich verschwunden
ist. Bald sind auch wir sauber ins Bett gefallen. Barbara
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Der
Weg war oft nicht leicht zu finden.
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Tag 16 Donnerstag, 26.07 Lencois,
Cachoerira Sossesgo
Eine kleine Wanderung
führt uns heute durch eine immer enger werdende Schlucht zur Cachoerira
Sossesgo, einem Wasserfall dessen Farben unter der brasilianischen Sonne
einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Wir brechen früh auf und verlassen
nach ca. 20 min den Ort, über den Gassen in den Fenstern Leute und Kinder
die sich noch die Müdigkeit aus den Augen reiben... so früh war's doch
gar nicht mehr... :-) Entlang des Flusses gehen, kriechen, hüpfen wir
teilweise über riesige Felsblöcke. Mir hat das sehr Spaß gemacht, ich
glaube sogar, dass man mir das auch angesehen hat. An unserem Ziel machen
wir eine lange Pause und verspeisen unser Einkäufe die wir noch kurz
vorher am Markt bzw. an den Strassen gekauft hatten. Beim Rückweg machen
wir an der Naturrutschbahn halt. Das Wasser des Flusses führt über Fels,
der mittlerweile aalglatt ist. Man kann dort 20-30 m runterrutschen.
Keine Ahnung ob ich so eine Vorahnung hatte, aber ich machte es mir
bei den Mädels bequem ( einige von uns hatten hinterher einige blaue
Flecken und kaputte Badehosen...) und genoss noch die letzten Sonnenstrahlen
bevor wir den Rückweg antraten. Während wir unterwegs waren die Daheimgebliebenen
auch nicht untätig, sie hatten den Hotelpool ausgiebig getestet, jedes
Geschäft des Ortes inspiziert und eine paar neue Lokale auf ihre Qualitäten
geprüft.... heute hatten alle ihren Spaß. :o) Harry
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Salvador
da Bahia de Todos os Santos ist die Haupstadt des Bundesstaates
Bahia.
Salvador ist das politische, kulturelle, wirtschaftliche und touristische
Zentrum Bahias. Diese Stadt hat mit Abstand die saubersten Kirchentreppen
der Welt. Eine der unzähligen Feste, Prozessionen und Feiern Salvadors
sind die "Lavagens", die Reinigungen der Stufen vor dem Portal. Auf Schritt
und Tritt begegnen Sie hier der Kolonialgeschichte: Barockkirchen, alte
Gutshöfe und Festungen zeugen vom verflossenen Reichtum der einstigen
Kolonialmacht Portugals. Und da es so viele Kirchen gibt, wird ständig
gereinigt, geputzt und gefegt. Tief im Volksempfinden verwurzelt sind
diese Ehrungen, welche den afrikanischen Göttern ebenso zuteil werden
wie den katholischen Heiligen der jeweiligen Kirche. Und nirgendwo ist
Brasilien afrikanischer als in Bahia: Die Nachkommenschaft der Sklaven
ist stolz auf ihre Herkunft. Alte Traditionen werden bewahrt und gepflegt.
mehr
Infos....
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Tag 17 Freitag, 27.07 Fahrt
nach Salvador
Am Morgen
verabschieden wir uns wieder von der malerischen Kleinstadt Lencois,
in der wir einige gemütliche Tage verbringen konnten (ausgedehnte Barbesuche,
"Caipis", die mit purem Alkohol gemixt wurden, nächtlicher Badespass
am Pool, Mückenjagd im Hotelzimmer, ausgiebige "Schlachten" am Buffet,
wunderschöne Wanderung in eine Schlucht). Wir steigen also an der Bushaltestelle
wieder in unseren öffentlichen Bus ein und begeben uns auf die Rückfahrt
in Richtung Salvador. In der Erinnerung bleibt uns eine Stadt, die auf
ihre Art und Weise an eine Stadt in Südeuropa erinnert, im Gepäck (vor
allem dem unseren Damen)bleiben wiederum diverse Souvenirs zurück. Nach
einer Fahrt, die ohne allzu große Probleme abläuft, bis auf die obligatorischen
Schlaglöcher in der Straße abgesehen, treffen wir am späten Nachmittag
wieder in Salvador ein. Dort quartieren wir uns wieder in unser Hotel
ein, das direkt am Strand liegt. Wir haben also nicht weit, um brasilianisches
Strandleben direkt miterleben zu können (frische Kokosnüsse, gebratener
"Käse", Cerveja- und Aguaverkäufer). Am Abend begeben wir uns mit dem
Citybus, welcher glücklicherweise fast direkt vor unserem Hotel eine
Haltestelle hat, ins Zentrum.
Das Zentrum
von Salvador erweckt eher den Eindruck, als ob man sich in einem riesigen
Souvenirladen befinden würde. Die ganze Altstadt ist mehr oder weniger
ausgefüllt mit kleinen Läden, welche ihre Waren anbieten (Bilder, Schmuck,
örtliches Kunsthandwerk, etc.). Nachdem wir für einen einheimischen
Händler natürlich sofort als potenzielles Opfer angesehen werden, werden
unsere Geschicke im "feilschen" auf eine neue Probe gestellt. Es lässt
sich daher nicht vermeiden, dass so mancher Real seinen Besitzer wechselt
und der Käufer im Gegenzug dafür wieder etwas erhält, um den eigentlich
nicht mehr vorhandenen Platz in seinem Gepäck aufzufüllen. Unsere Gruppe
teilt sich in mehrere Grüppchen auf und jede versucht zum Abendessen
seine kulinarischen Vorlieben in dem großzügig vorhandenen Angebot zu
befriedigen. Der Autor begibt sich mit mehreren Gleichgesinnten in ein
vornehmes Speiselokal und wir lassen uns so richtig verwöhnen (Tischmusik,
noble Kellner, angenehme Atmosphäre, hervorragendes Essen). Wir beschließen
nach dem Essen, dem Lokal eine "Haube" zu verleihen und begeben uns
gesättigt und zufrieden ins Nachtleben.
Auf den
Straßen ist eine Menge los. Zum Teil spielen auf den Plätzen und Gassen
verschiedene Musikbands in den unterschiedlichsten Musikrichtungen,
zum Teil gibt es auch Diskotheken, in welchen regionale Musikgrößen
ihre Lieder zum besten geben. Man wundert sich gelegentlich, woher die
Summe von Menschen kommt. Es ist ein schon fast hektisches Treiben auf
den Straßen und Lokalen. Wir schlendern durch die Gassen und Plätze
und je nach Lust und Laune lauschen wir der angebotenen Musik. Zum Höhepunkt
dieses Abend gehört jedoch sicher der Besuch in der "Reggae-Bar", in
welcher mehrere authentische "Bob Marley" Doppelgänger ihr Unwesen treiben.
Insbesondere unsere weiblichen Reiseteilnehmerinnen konnten bei einigen
männlichen Lokalbesuchern punkten und wäre eine Heirat mit Familienanschluss
nicht ausgeschlossen gewesen. Aufgrund meiner fehlenden portugiesischen
Sprachkenntnisse versuche ich, den "Wäldar-Dialekt" in Brasilien salonfähig
zu machen, bin mir aber über die Wirksamkeit meines Versuches nicht
ganz sicher. Sollten nachfolgende Reisegruppen diesbezüglich jedoch
irgendliche Hinweise darüber erhalten, wäre der Ursprung dieser "Völkerverständigung"
nachvollziehbar. Nach einem gelungenen Abend und nachdem unsere Damen
ihre hartnäckigen Verehrer wieder loswerden konnten, machen wir uns
auf den Heimweg, in der Gewissheit, wieder einen tollen "brasilianischen
Abend" verlebt zu haben. Bernhard
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Salvador
entstand auf der Kuppe eines Hügelzuges, welcher den Eingang zur 300qkm
großen Baia de Todos os Santos markiert.
Der
Kern Salvadors teilt sich auf in Ober- und Unterstadt, Cidade Alta und
Cidade Baixa. Verbunden sind sie untereinander mit dem Elevador Lacerda,
Salvadors Stadtlift und Wahrzeichen.
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Tag 18 Samstag, 28.07 Salvador
Frühstück; mit
Bus in die Stadt und auf Markt: einigen Austriacern mit riesengroßen
Einkaufstaschen begegnet, der halbe Markt war ausgeräumt!!! In der Stadt:
Mamabahia-Restaurant, gelädalat, Cafe Excelsior; Baden am Strand Abend:
einige in ein Restaurant in der Nähe des Hotels, andere in die Stadt,
zum Teil in Restaurant und auch Capoeira - Show- Performance angeschaut.
Caipirinha´s... In Reggae - Bar geshakt.... Iris & Co heiß abgetanzt...
A gut´s Nächtle. Lisi
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bei
Elevador Lacerda in Savlvador
Praia
do Forte:

Der
weiße Sand des Strandes, die grünen Palmwedel der Coqueiros und das klare,
blaue-grüne Wasser des Südatlantik verwöhnen die optischen Sinne und laden
ein, die Seele baumeln zu lassen. Es gibt sie wirklich, -Traumstrände
so weit das Auge reicht. Und das Beste: Die ganze Landschaft wurde in
eine ökologische Schutzzone umgewandelt, samt Fischerdorf, den Resten
des atlantischen Urwaldes und der Mangroven. Selbst eine Ruine eines Kastells
aus dem 17. Jahrhundert und eine Aufzuchtstelle für Meeresschildkröten,
die zu besichtigen ist, fehlen nicht. 12 Kilometer weißer Sandstrand beinhaltet
das Terreno Praia do Forte, das 30.000 Hektar groß ist. Dieses riesige
Areal gehört dem ökologisch engagierten Deutschen Klaus Peters. Er gilt
durch sein Engagement als "Pionier für Marketing zum Arterhalt".
mehr
Infos...

Schildkrötenprojekt
"Tamar"
Tja,
habt ihr nun Lust ähnliches zu erleben? Ja?
Kleiner
Tipp: Ich
bin mir sicher, Reinhart fährt noch oft in das Land der Gegensätze.....

Brasilien
2001 - Reini's Gruppe
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Tag
19 Sonntag, 29.07 Praia do Forte
Wir sind in "Barra" dem einstigen "upper-class" Stadtteil von Salvador.
Der Morgen beginnt hektisch für mich. Der Mikrobus, der uns um 8.00
Uhr nach "Praia do Forte" bringen soll, kommt nicht. Telefonate, Ärger
und warten. Ich versuche Druck zu machen, aber der Receptionist winkt
ab. "Paciencia - Geduld amigo". Die Gruppe wird langsam ungeduldig zeigt
aber Verständnis. Ursprünglich war geplant, mit dem großen Bus vom Rodoviaria
zu fahren, aber bei all dem vielen Gepäck einfach unmöglich. (Ich werde
in Zukunft das Gepäcklimit von 14 kg auf die Hälfte = 7 kg beschränken
oder noch besser gleich nur noch Sturmgepäck?!?). Aber die Brasilianer
können zufrieden mit uns Austriacos sein, denn so viele Souvenirs -
Trommeln und Flöten, Hängematten und was weiß der ....was, hat noch
selten eine Gruppe gekauft. Endlich um 10.00 Uhr kommt der Mikro. Der
Preis ist unverschämt und der Receptionist kassiert einiges an Provision.
Auf Wiedersehen Salvador da Bahia, du schwarze Perle Brasiliens.
Auf der gut einstündigen Fahrt werde ich entspannter. Es ist gut und
richtig die letzten 2 Tage in einem kleinen Dorf am Meer zu verbringen.
Die Fahrt ist gemütlich und "aircondidoned" ein echter Luxus gegenüber
früheren Fahrten. Wir kommen an Arambepe und Imbassai vorbei und Erinnerungen
an meine Vagabundenjahre 1981 werden kurz zur Gegenwart. Vieles verbindet
mich mit diesem Land und seinen Menschen. Es sind gute Erinnerungen
und ich spüre innere Freude.
Kurz vor Mittag erreichen wir Praia do Forte. Das kleine reservierte
Hotel ist sauber, nett und tropisch. Es ist schön hier zu sein. Die
meisten gehen gleich an den Strand. Rita-Maria und Antonio tummeln sich
im Wasser, Harald und Bernhard spielen Frisbi, das Turtelpaar Böhler
schlemmert Meeresfrüchte und einige Mädels aalen sich neben Bernd in
der Sonne. Ich setzte mich in eine kleine Strandkneipe, bestelle einen
Caipirinha und lasse die 3 Wochen einer erlebnisreichen Reise noch einmal
revue passieren. Mit 13 Individualisten quer durch Brasilien: Das Liebespaar
Böhler: Helmut die nächtlichen Busfahrten werden dir und mir
ewig in Erinnerung bleiben. Ich glaube nur ein Piranha an der Angel
von Bernhard kann noch mehr leiden als du auf brasilianischen Busfahrten.
Deine heißen und kalten Schweißausbrüche und Sterbensmienen werde ich
nie vergessen und das alles noch mit einer gebrochenen Rippe. Gut, dass
deine Elisabeth dabei war. Dein herzliches Lachen Elisabeth war
sehr ansteckend und dein Gespür im richtigen Moment das Richtige zu
tun, war mir eine große Hilfe. Falls es dann doch einmal klemmte hattest
du ja genügend Sälbchen und auch Helmut dabei - NUR bitte, ihr beiden,
das nächste Mal 50 % weniger Gepäck (Isostar, Nescafe, Reizwäsche ....).
Iris, es ist mir noch unerklärlich wie aus einer Antialkoholikerin
innerhalb von 20 Tagen eine Caipirinhatrinkerin wird, die nächtens,
nackt in den Swimmingpool - das ist cool - springt. Das mit der Goretexfleecejacke
bleibt Gruppengeheimnis. Eveline, das Wienergroßstadtgirl unser
gerührtes Geburtstagskind und Genuß....raucherin. Deine teure Swatch
war für ein paar Jungs in Salvador eine größere Provokation als deine
neue knallrote Strandhose. Ob die Fahrt von Pres. Fig. nach Manaus nicht
zu kurz war?
Jessas
Maria, die Lisi: es scheint, dass es in jeder Gruppe jemand braucht,
andere in größten Schrecken zu versetzen.. Ich bin nicht allzu leicht
aus der Ruhe zu bringen, aber du hast es geschafft. Ich glaube du hast
nicht nur mich mit deinem gewaltigen Bluterguss beeindruckt, sondern
auch die Musiker und Tänzer in Gamileira morgens um 5.00 Uhr.Elisabeth
Drexel du erinnerst mich an Helmut. Nicht vom Temperament her, sondern
vom Leiden. 6 Stunden bei brütender Hitze (40 Grad) hoch zu Roß!! Gut,
dass man mir den Anblick deines gemarterten Hinterns erspart hat, sonst
hätte ich die Reise wahrscheinlich abgebrochen. Schade, dass dich manches
etwas blockiert hat, denn Heimweh tut weh. Harald, du warst der
Ruhigste und hast nie die Kontrolle verloren - und doch warst du bei
jedem nächtlichen Hotelgelage dabei. Ich habe nie herausgefunden ob
Fotografie deine einzige Leidenschaft ist. Vielleicht weiß Kathrin mehr
darüber - oder Eveline?? Danke für deine Reisehomepage.
"I han kun Bock meh!" Dieser Spruch kann nur vom Energiebündel Kathrin
us dr Schwiz, stammen, die nicht einmal bei der "spannenden nächtlichen
Krokodiljagd" die Klappe halten kann. Die Spagetti danach scheinen allerdings
nur bei Singels Erfolg zu haben. Ich habs probiert, ehrlich, aber die
Antwort war nur: hät niemand gseit ma tut hüt numm!! Schweizer/innen
nehme ich wieder mit. Ein markerschütternder Schrei durchdringt die
Stille des Urwalds. PIIIRANNNNHIIAAAAA Der Wälder hat einen Piranhia
gefangen, zwar nicht so groß wie der von Elisabeth, aber tatsächlich
einen Piranhia. Dein Urschrei Bernhard und die dazugehörende
Gestik sind nicht nur auf Video gebannt, auch ich werde der nächsten
Gruppe einiges über "Fischen am Rio Negro" zu erzählen haben. Bernhard,
du bist ein symp. Unikum und das hält wahrscheinlich nur eine Wälderin
aus. Barbara, ich spüre das deine Wurzeln irgendwie einen magisch
mythischen Ursprung haben. Schade, dass du ausgerechnet den Schöpfungsmythos
der Mura-Piraha Indianer den ich am Lagerfeuer erzählt habe, nicht gehört
hast. Ich hole es für dich alleine nach. Aber auf der Wanderung zum
Wasserfall in Lencois, hat dich die Kraft der Erde und des Wassers weitergetragen,
als du es dir zugemutet hast. Der eher wortkarge Bernd hat sich im Laufe
der Reise zu einem sehr redseligen, trinkerprobten, Schlammschlachten
führenden Reisegefährten entwickelt. Mehr als einmal hast du deine Zügel
gestrafft. Bernhard und du waren ein gutes Duo und ich freue mich auf
Kartengrüße aus der Silvretta Nova.
Sabine,
dein Kompliment nach der Meditation am Wasserfall von Iracema hat mich
sehr gefreut. In dir steckt Frauenpower - lebe sie. Ich glaube Capoeiras
und Nazare haben dich besonders beeindruckt. Ja, und zu guter Letzt:
die Kleinste und doch eine der Belastbarsten. Virginia das Gespräch
am Grillfeuer im Urwald war ein sehr offenes, ehrliches und mutiges.
Ich glaube du warst die Einzige, der die Verspätung in Salvador am Sonntagmorgen
egal war, denn ein Ferrari lag gut im Rennen beim GP von Hockenheim.
Auch du wirst noch einige GP`s gewinnen.
13 Leute - Besondere Leute - Individualisten mit LET`S FETZ in Brasilien.
Es wird langsam Abend und ich merke dass fast keine Menschen mehr am
Strand sind. Ich zahle und gehe zurück zum Hotel. Nach einem sehr guten
gemeinsamen Abendessen setzen wir uns noch einmal am Strand zusammen.
Es ist Nacht geworden. Vom Meer her weht ein kräftiger und kühler Wind.
Das Licht des fast vollen Mondes bricht sich in den unablässig ans Ufer
rollenden Wellen und spendet uns Licht. Die Luft riecht salzig und fühlt
sich feucht an. Wir setzen uns im Kreis in den Sand und ich bitte um
ein Feedback von unserer gemeinsamen Reise. Dann folgt ein intensiv
erleb- und spürbares Abschiedsritual. Abschied von Brasilien, Abschied
von der Gruppe und Abschied von einander. Es gibt Tränen und Schweigen.
Ich bin erleichtert und dankbar, dass alles so gut gegangen ist. Zum
Abschluss des Abend lade ich alle noch auf einen Caipirinha ein. Reinhart
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In
SaoPaulo am Flugahfen, nach 9806 km werden wir den Flieger in Frankfurt
verlassen um dann noch einen fliegerisch sehr abwechslungsreichen Flug
nach ZH über uns ergehen lassen zu müssen (manche wissen nun
wofür die Tüten da sind :o) )
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Tag 20 Montag,
30.07 Praia do Forte, Rückflug
Nach
einem schönen Morgen am Meer, fahren wir um 15.00 Uhr zum Flughafen.
Das einchecken geht beinahe reibungslos. Dann geht alles sehr sehr schnell.
Ich drücke jedem/er das Ticket in die Hand - eine letzte Umarmung, ein
Danke für´s Mitkommen, eine gute Reise und dann sind sie fort und ich
stehe draußen vor der Abflughalle rauche eine Zigarette und spüre dass
ich mich anlehnen muss. Dann fahre ich mit Tonico zurück nach Praia
do Forte und langsam geht meine Traurigkeit in eine freudige Erwartung
über: mit meiner Familie tief hinein in den Amazonasurwald zu den Mura-Piraha
Indianern die auf mich warten. Reinhart
Nach drei Wochen
Abenteuer sitzen wir nun wieder im Flugzeug nach Europa. Der Flug dauert
um die 11 Stunden. Ein paar von uns sind schon ziemlich geschafft, man
sieht es an ihren Gesichtern an. Es war eine sehr schöne Zeit aber auch
teilweise eine Anstrengende. Wir haben so viele Eindrücke erlebt und
gesammelt, die kann man an einem einzigen Abend gar nicht beschreiben!
Im Flugzeug ist es wieder eng. Die Schweizerin und der Wälder von unserer
Truppe blödeln noch etwas und schlafen dann friedlich nebeneinander
ein. Ich sitze zum Glück auch neben einer aus unserer Gruppe und kann
mich etwas bequemer hinlegen - die Füße ausstrecken und bequem anlehnen,
dadurch wird der Flug etwas angenehmer, als wenn man zwischen zwei fremden
Leuten sitzt und fast gerade dasitzen muss, weil man sich ja an fremden
Menschen nicht so einfach anlehnen kann. Die Flugzeit vergeht wortwörtlich
wie im Flug! Abends dann die Ankunft in Frankfurt letzte Verzögerung
des Fluges von Frankfurt nach Zürich. Wir sehen aus dem Fenster und
siehe da unser Gepäck war der Grund dafür, es war erst angekommen und
musste noch verladen werden. Allen fällt ein Stein vom Herzen! Letzter
Start in einer halben Stunde sind wir in Zürich. Der Kapitän reißt noch
ein paar Sprüche und wir denken schon an die lieben Verwandten, Eltern
und Freunde die uns in Zürich erwarten. In Zürich angekommen gibt es
noch die letzten Tränen und Verabschiedungen viele freuen sich schon
auf ein klares Bergwasser und knusprige Brötchen nicht zu vergessen
ein richtiges Schaumbad! Ein unvergessliches Erlebnis dank unserem erfahrenen
Reisebegleiter Reinhart Fetz und seiner brasilianischen Frau Berna nicht
zu vergessen seine zwei Kinder die uns auch auf Trab gehalten haben
- Eine Gaudi war es allemal denn am Ende des Lebens zählt nicht was
wir ersehnt und erhofft haben sondern was wir getan und erlebt haben!
Bernd
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"Deus
é brasileiro"
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ohne jeden Zweifel. Gott muss Brasilianer sein. Wie sonst hätte er so
ein Land geschaffen? Tiere und Pflanzen aller Gattungen, eine Artenvielfalt,
wie sie sonst nirgendwo anzutreffen ist. Die Schöpfungsgeschichte der
Erde lesen die Brasilianer ein bisschen anders: Nach ihrer Meinung ruhte
Gott am siebten Tag eben nicht: Nein, am siebten Tag schuf Gott Rio
de Janeiro, "a cidade maravilhosa" - Rio kennt keine Vergleiche - Gemessen
an dieser ganzen Schöpfung muss Gott Perfektionist sein. Er ist Brasilianer
- durch und durch - !
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©
Harry
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