Südafrika
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Es hat uns zwei Jahre gekostet, bis wir endlich diese Ferien machen konnten, die Umstände sind aber zu lang um sie hier breitzuschlagen. Ich flog mehr als sechs Stunden von Osaka nach Singapore wo ich einen Stopover von 7 1/2 Stunden hatte. Am Flugplatz traf ich auf Christine, eine österreichische Freundin, die in Kuala Lumpur lebt. Dann flogen wir zusammen weiter nach Kapstadt nach einem nochmaligen kurzen Stop in Johannesburg. Wir erreichten Kapstadt am nächsten Morgen um ca. 9 Uhr. Wir fuhren zu unserem Hotel, aber unser Zimmer war natürlich noch nicht bezugsbereit. So haben wir uns zuerst mal hingesetzt um das weitere zu diskutieren. Als nach einer Weile, das Zimmer immer noch nicht fertig war, sind wir zur Waterfron, ein großes Shopping Center mit Restaurants und Bars gefahren. Am Abend sind wir sehr früh ins Bett gegangen und haben wir die Toten bis am nächsten Morgen durchgeschlafen. So hatten wir die ganze Zeit überhaupt keinen Jetlag.
Am nächsten Tag haben wir zuerst mal eine Tagestour gebucht um gemütlich einen ersten Blick auf Kapstadt zu bekommen. Leider war das Wetter nicht so gut. Zuerst sind wir bei Sea Point vorbeigefahren. Die Strände sahen nicht gerade einladend aus (wegen des schlechten Wetters), aber das Wasser ist so und so sehr kalt, auch wenn die Sonne scheint. Dann die Fahrt durch Clifton Bay nach Camps Bay wo wir dann die Zwölf Apostel gesehen haben. Weiter nach Hout Bay. Dort sind wir auf ein Fischerboot um die Seelöwen zu bewundern. Es war sehr stürmisch und die Wellen auf dem Weg zu den Seelöwen waren 4 Meter hoch. Dadurch konnte ich keine Bilder machen, da ich mich fest an die Reeling geklammert hatte. Hier ein Bild vom Sturm, das ich später in der Nähe der Seelöwen gemacht habe. Dann gings weiter nach Chapmans Peak, aber das Wetter war immer noch schlecht, drum auch hier keine Bilder. In Fish Hoek hatten wir Mittagessen, leider ein schnelles, denn die Wartezeit darauf war lang, aber gut. Leider mußte ich mein Dessert stornieren, es wären Himbeeren gewesen. Am Stadtrand von Simon's Town liegt Boulders, wo sich eine Gruppe von Pinguinen niedergelassen hat. Niemand weiß warum sie sich ausgerechnet diesen Platz ausgesucht haben. Der mittlerweile bekannte Pinguin Mann paßt auf, daß niemand über die Linie tritt und die Pinguine stört. Danach fuhren wir weiter nach Cape Point und zum Kap der Guten Hoffnung.
Der Weg zurück brachte uns durch Scarborough und Mossel Bay zur Township Ocean View, wo eigentlich kein Blick aufs Meer vorhanden war, über Fish Hoek nach Muizenberg. Von Muizenberg kann man den berühmten Sunrise beach sehen. Dann gings weiter nach Kirstenbosch zu den Botanischen Gärtden. Leider war keine Blütenzeit, dafür diese lustigen Vögel. Am Ende der Tour sind wir auch beim berühmten Krankenhaus Groote Schuur vorbeigefahren, in dem Dr. Christian Banard 1967 seine erste Herzplantation machte.
Am nächsten Tag haben wir unser Leihauto abgeholt und sind mit einer neuen Freundin (Marina), nach Hermanus gefahren. Hermanus ist eine nette Strandstadt mit einigen hübschen Häusern. Wir machten eine kurze Rast um etwas zu Essen und zu Trinken und fuhren dann weiter über die Franschhoekberge nach Franschhoeck, eine nette Weinstadt in einem tiefen Tal. Wir fuhren aber weiter nach Stellenbosch zu einem speziellen Weingut namens Zevenwacht. Leider kann man eine Weintour nur nach vorheriger Vereinbarung machen, so haben wir nur ein paar verschiedene Weine probiert. Christine kaufte ein paar Flaschen, aber ich war nicht so angetan. Das Restaurant hatte leider komische Öffnungszeiten, so sind wir zurück nach Kapstadt gefahren. Am Abend sind wir wieder an die Waterfront gegangen, nachdem die einzigen Vorschläge von Kapstädtern spärlich besuchte Bars waren.
Am nächsten Tag haben wir Kapstadt Richtung Paarl verlassen. Dort haben wir KWV besucht, wo wir eine Weintour gebucht haben. Nach dem Rundgang haben wir wieder einige Weine gekostet (und das am frühen Morgen!) und haben nach den Adressen der Importeure in Japan und Malaysien gefragt. Danach sind wir durch den Huguenot Toll Tunnel nach Worcester gefahren. Die Landschaft wechselt alle 15 Minuten. Hohe Berge und breite Täler und wüstenähnliche Ebenen. Plötzlich entdeckten wir einen Wegweiser zum Zandvliet Weingut, dem ersten Wein, den wir in Südhttp://www.geocities.com/TheTropics/Lagoon/9663/afrika getrunken hatten. Wir fuhren sogleich hin und trafen sogar den Besitzer. Wir probierten wieder ein paar Weine und kauften auch gleich ein paar Flaschen. Danach fuhren wir weiter und wieder wechselte die Landschaft in Berge, grüne Stellen, Bergpässe und Wüsten. Und dann sind wir sogar an Heidelberg vorbeigefahren.
Wir übernachteten in Mossel Bay und fuhren am nächsten Tag in Richtung Oudtshoorn. Auf dem Weg dorthin sahen wir große Farmen mit vielen Sträußen (die Vögel). Wir wollten eigentlich zur Leopartenfarm aber der Name stimmte offensichtlich nicht mit dem Buch überein und so sind wir vorbeigefahren, da es eigentlich wie ein Kinderspielplatz ausgesehen hat. So sind wir weiter zur Cango Ostrich Farm gefahren. Zuerst bekommt man eine Einführung in die Farm, dann zeigen sie Dir die Kleinen. Dann kann man die einzigen von Hand aufgezogenen Sträuße füttern. Dann hätten wir auf einem Strauß reiten können, aber alle der Gruppe waren Angsthasen, nicht nur ich! So mußten die zwei Farmarbeiter reiten.
Danach fuhren wir zu den Kango Caves. Das ist die Hochzeitssuite, einige Stalagtiten und Stalagmiten, das Urinal und das Bidet und die Zwerge.
Dann haben wir uns entschlossen über den Swartberg Pass zu fahren und zurück über Meiringspoort. Die Straße war sehr schmal und ungeteert. Obwohl die Straße für Schwerfahrzeuge geschlossen war kam uns ein LKW entgegen. Die Landschaft war sehr schön. Der Weg hinunter auf der anderen Seite des Berges war sehr kurvig und fast am Ende gab es eine Schlucht mit sehr steilen Wänden. Dann waren wir endlich am Ende der ungeteerten Straße und der Szenenwechsel begann von vorne. Wir fuhren die ganze Zeit an der Hinterseite der Groot Swartberge und waren froh, daß wir bald wieder auf die Nationalstraße treffen werden. Aber war das ein Schock als wir endlich dort ankamen, da stand nach ca. 200m ein großes Schild, das sagte, daß die Straße nach Meiringspoort wegen Überflutung gesperrt war. Wir konnten es nicht glauben, denn es war heiß, trocken und staubig und es war der einzige Weg zurück nach Oudtshoorn außer der Richtung aus der wir kamen! So sind wir hinein nach Klaarstroom gefahren und haben dort gefragt, ob es wirklich keinen Weg hinaus gab. Die Frau im Laden sagte mir, daß es schon möglich ist diese Straße zu fahren, aber wir sollen sehr vorsichtig und langsam fahren, da Steinschlaggefahr bestand. Wir waren glücklich, daß es doch ging und fuhren los. Nachdem wir das Schild passiert hatten, sahen wir die ersten Straßenarbeiten. Der Staub war überall und die halbe Straße war verschwunden. Zu diesem Zeitpunkt wußten wir warum uns dieser LKW auf der anderen Straße entgegen gekommen war. An vielen Stellen war die Straße nur provisorisch mit Schwemmmaterial aufgefüllt worden und war somit äußerest holprig. Wir waren richtig froh als wir nach Stunden endlich das Ganze hinter uns hatten. Die hätten wirklich ein paar Warnungen in Oudtshoorn aufstellen können, denn diese Route ist von den Reisebüchern speziell vorgeschlagen worden. Wir haben uns unser Abendessen wirklich verdient. Da wir durch dieses Theater mit der Straße spät dran waren bekamen wir leider nichts von der Küstenlandschaft mit. Wir übernachteten zwei Nächte in Knysna im Waterfront Lodge B&B.
Am nächsten Tag machten wir eine Tour zum Featherbed Nature Reserve. Die einzige Möglichkeit dorthin zu kommen war das Boot. Dann machten wir eine kleine Wanderung um den Eingang in den natürlichen Hafen zu sehen. Man kann auch zum Wasseer hinunter gehen. Dann hatten wir unser Mittagessen im Restaurant des Naturparkes. Man kann auch ein kleine Reise mit dem alten Choo-Choo-Train machen. Dann haben wir noch eine kleine Wanderung im Wilderness National Park gemacht. Wir fanden eine Fleisch-fressende Pflanze gleich neben dem Pfad. Der Pfad war nicht gut angeschrieben und man konnte auch nicht sehen wo man drauftrag, außerdem haben uns die Mosquitos geplagt, so haben wir nach einer Weile umgekehrt, denn nach Regen sah es auch noch aus. So sind wir zu unserem B&B zurückgefahren und richteten uns für unser Abendessen her. Nach dem Abendessen wollten wir ein bißchen in dieser netten Stadt spazieren gehen, aber wir wurden von komischen Gestalten verfolgt und so haben wir uns entschlossen unseren Spaziergang abzubrechen und nach Hause zu fahren.
Am nächsten Tag wollten wir zur Plettenberg Bay gehen weil wir von den großartigen Stränden gehört hatten. Als wir dort ankamen, war zwar ein großer Parkplatz vorhanden, aber der war leer. Wir wunderten uns warum; wißt Ihr's? Um zum Strand zu kommen muß man eine ordentliche Wanderung machen, denn es gab keinen Zugang für Autos nahe am Strand. So haben wir es sein gelassen und fuhren Richtung Jeffreys Bay. Dort haben wir ein süßes Bed and Breakfast "The Guesthouse" mit einem schönen Strohdach gefunden. Dort gab es sogar eine Honeymoon Suite mit extra Eingang, wir haben aber ein normales Zimmer genommen. In Jeffreys Bay gibt es sehr guten Zugang zum Strand. Endlich hatten wir unseren Strand zum Relaxen. Der Strand ist aber besser geeignet zum Surfen als zum Schwimmen, die Wellen sind sehr stark und man wird ganz schön kräftig herumgestoßen. Wir dachten wir sind in einer typischen Ferienstadt, aber anstatt wie in Europa, wo die Läden spät öffnen um bis in die Nacht offen zu sein, schließen sie hier um FÜNF!! Es gibt also kein Shopping nach dem Strand, was macht man denn so zwischen Strand und Abendstunden? Duschen natürlich, aber was noch? O.K. so haben wir halt ein Restaurant gesucht und haben "The breakers" gefunden. Die Aussicht ist über den Ozean, obwohl, in dem Moment in dem wir zur Tür hineintraten, hat es draußen angefangen zu schütten und stürmen. Aber wir hatten ein großes Dinner, ich meine, wirklich GROSS. Ich habe eine Platte bekommen, meiner Meinung nach für drei Personen mindestens. Ich konnte nicht mal die Hälfte essen, obwohl es wirklich vorzüglich war. Nach dem Essen suchten wir die Stadt nach Nachtleben ab, aber wir konnten absolut nichts finden, die Straßen sind total leer! So sind wir halt nach Hause gefahren.
Am nächsten Tag sind wir nach Port Elizabeth gefahren. Dort sind wir wieder im "City Lodge" abgestiegen. Der Strand war gerade über der Straße. Nach dem Mittagessen sind wir geradewegs zum Strand gegangen. Es war richtig erholend, wir konnten sogar schwimmen, da es fast keine Wellen gab. Später sind wir ein bißchen in der Stadt herumgefahren. Wir konnten es kaum glauben, aber sie hatten wirklich ein Nachtleben in dieser Stadt! In einem Complex am Strand gab es eine Menge Restaurants, Discos und Bars und kein Parkplatz zu bekommen! Wir haben niemals vorher so viele Menschen an einem Platz in Südafrika gesehen, höchstens an der Waterfront in Kapstadt, aber die Athmosphäre war total anders in Port Elizabeth.
Am nächsten Tag sind wir weiter nach Johannesburg gefahren.
Copyright © Gabi Wantke 1999