Florida


Wenn Du nicht an meinem Reisebericht aber an meinen Fotos interessiert bist, gehe zu


Wir waren schrecklich müde und hungrig als wir in Tampa ankamen, wir hatten nicht gewußt, daß man in amerikanischen Flugzeugen fast nichts zum Essen bekommt. Nach dem Zimmerbezug gingen wir direkt ins Restaurant. Das Selbstbedienungsrestaurant war geschlossen und das andere sah sehr teuer aus. Wir trauten uns gar nicht so recht hinein zu gehen aber der Kellner kam schon und winkte uns hinein. Wir waren fast die einzigen Gäste. Das Menü wurde auf einem Notenständer vor unserem Tisch aufgestellt und der Kellner blätterte für uns um. Aber so konnten wir uns gar nicht so recht konzentrieren und wir bestellten halt irgendwas, aber es war ausgezeichnet. Nach dem Abendessen fielen wir geradewegs ins Bett.

Schon auf dem Flug nach Florida hörten wir daß der Hurricane "Hugo" im Anmarsch war. Als wir am nächsten Tag mit dem Limousinenservice zum Mietwagenverleih fuhren fragten wir den Fahrer, was man denn machen muß wenn ein Hurrican kommt, weil wir ja keine Erfahrung mit solchen Stürmen in Europa hatten. Die Frau, die auch mitfuhr lachte uns aus und betitelte uns als Greenhorns! Sie flog nach Savannah, glaubt Ihr daß sie später an uns dachte als der Hurricane dorthin zog? Wir sahen nämlich in CNN, daß das gar nicht lustig war!

Wir holten also unser Auto ab und fuhren nach Kissimmee. Dort, wie Ihr sicher schon wißt, gingen wir gleich am nächsten Tag nach Disney World und am übernächsten zum Epcot Center.

Danach fuhren wir die Westküste hinunter nach Sanibel. Natürlich mußten wir über die berühmte Sunshine Skyway Bridge fahren, aber es gab keinen Sonnenschein, sondern es war ziemlich stürmisch. Auf Sanibel hatten wir ein wirklich süßes Motel. Der Strand war fast leer, denn das Wetter war nicht gerade schön. Am nächsten Tag fuhren wir über den Highway No. 41 nach Miami und dort ein bißchen herum. Hier meine Schwester am Strand.

Am nächsten Tag fuhren wir durch die Everglades nach Flamingo. Dort nahmen wir ein Kanu um in den Wasserstraßen zu paddeln. Es war richtig schwer. Am Anfang konnten wir einfach nicht in gerader Linie paddeln und die Leute am Ufer lachten uns aus, aber mit der Zeit ging es ganz gut. Als wir wieder zurückkamen machten wir eine perfekte Landung am Steg, sogar der Vermieter des Kanus konnte es nicht glauben, daß wir zum ersten Mal in unserem Leben gepaddelt hatten. Hier seht Ihr meine stolze Schwester mit der Hand auf unserem Boot. Später gingen wir noch auf die Sunset-Tour aber wir haben nicht gerade viel gesehen, nur ein paar Vögel und natürlich der Sonnenuntergang. Spät in der Nacht fuhren wir zurück nach Homestead.

Schlußendlich waren wir auf dem berühmten Highway nach Key West. In Key West fanden wir ein wunderschönes Motel an der Ostseite und blieben dort zwei Nächte. Innen sah es aus wie in den "Zwanzigern" uns gefiel es sehr. Natürlich mußten wir zu Hemingways Haus gehen, ich mag solche Balkone ums Haus. Auch die Möblierung im Haus ist mein Geschmack. Natürlich gingen wir auch zu "Sloppy Joe's". Dort spielte ein Musiker absoluter Spitzenjazz, blöderweise weiß ich seinen Namen nicht.

Wir waren den ganzen Abend in dieser Bar, es war eine tolle Stimmung dort. Wir trafen einige Leute einer Reisegruppe und die erzählten uns was für Streß sie jeden Tag hatten und was für Programme sie zu bewältigen hatten. Sie waren drei Wochen vorher in New York gestartet und mußten jeden Morgen um sechs oder sieben aufstehen. Sie haben vielleicht mehr wie wir gesehen, aber das würde mir zuviel werden.

Bevor wir in Sloppy Joe’s waren, beobachteten wir den Sonnenuntergang. Ein anderer Tourist führte sich wie wild auf, daß überall Wolken waren (wegen des Hurricans) und er nicht den "schönsten Sonnenuntergang der Welt" beobachten konnte. Er hat die ganze Zeit über geschimpft anstatt Bilder zu machen. Ich machte ein paar hübsche und gute. Am nächsten Abend waren fast keine Wolken am Himmel, aber glaubt mir, der Abend davor war besser. Am Pier war auch was los. Es gab den Katzentrainer, feuerspuckende Leute und einer, der der barfuß auf Glasscherben ging und viele andere Sachen. Key West ist sehr charmant und uns gefielen die Häuser ausgesprochen gut. Aber gute Strände gibt es in Key West nicht. Wir waren am besten Strand der Stadt aber anstatt Sand gab es zerbrochene Muschelschalen und man konnte kaum ins Wasser gehen, so weh tat das, außerdem ist das Wasser so warm, daß es keine Abkühlung gibt. Später gingen wir unter die Bäume und kühlten uns bei einer Dusche ab.

Nach diesen zwei Tagen mußten wir leider wieder gehen. Der Weg zurück ist wie im Traum, wir hätten noch eine andere Insel ausprobieren sollen. Wir gingen auf Key Biscayne schwimmen und fuhren später zurück nach Miami. Natürlich schauten wir uns auch den Miami Beach an, aber wegen des Hurricans waren die Wellen zu hoch und darum zu gefährlich. Für die restlichen Tage in Amerika suchten wir ein Zimmer in Ft. Lauderdale. Am nächsten Morgen gingen wir zu Ocean World um die Delphinshow zu sehen. Die Trainer ärgerten die Leute, speziell die Jüngeren. Später beobachteten wir die Krokodilfütterung, der Trainer ging einfach ins Bassin zwischen die Krokodile. Es gab auch ein Bassin mit Delphinen, die man angreifen durfte. Ich konnte meine Schwester einfach nicht davon wegkriegen, sie konnte einfach nicht genug bekommen. Nachdem ich sie endlich loseisen konnte machten wir eine Hafenrundfahrt. Man sah die Häuser (eher gesagt Paläste!) von den Reichen und wahrscheinlich Berühmten, es gab auch ein paar Schnellboote a la Miami Vice. Leider kam dann auch schon der letzte Tag an dem wir die USA verlassen mussten. Das war eine unserer besten Reisen.



Home

Kalifornien

Mexiko

Südafrika

Australien

Japan

Spanien

Italien

Gabi
[ReiseTräume - WeltWeit]
Reiseberichte & -Links
rund um den Globus

gabi.wantke@vol.at


Copyright © Gabi Wantke 1999