Mexiko

Teil 2 von Mexiko
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Die Schulstunden waren von 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr und von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Wir hatten normale Spanischstunden, Aussprachestunde, Grammatikstunde, Diskussionsstunde (welche wir meistens im Garten abhielten) und Geschichte. Die ersten Stunden waren ein bißchen schwierig, denn wir durften von Anfang an nur Spanisch reden (wie nur!). Der Amerikaner in meiner Klasse sagte die ganze Zeit 'No entiendo' ich dachte immer, warum versteht er nicht (ich habe es mit dem englischen 'to intend do' verwechselt) und was versteht er nicht? Bis ich draufgekommen bin, daß es heißt 'Ich verstehe nicht'. Mit der Zeit wurde mein Spanisch besser. Wir hatten eine Menge Spaß in der Schule. Der Innenhof der Schule war sehr nett und es war immer unser Treffpunkt zwischen den Stunden. Das ist mein Lehrer von der zweiten Klasse mit ein paar von meiner Klasse am Ende des Kurses.
Ich dachte mexikanisches Essen besteht nur aus Bohnen und Mais, aber was für eine Überraschung!! In diesen acht Wochen hatte ich nur zweimal das Gleiche. Am Morgen bekam ich eine Platte voll von frisch zugeschnittenen Früchten, Toast und Kaffee, ich hätte auch mehr bekommen, wenn ich gewollt hätte - wie Cornflakes, Eier, usw. In der Schule hatte ich in der Pause noch ein Sandwich weil in Mexico erst zwischen 14.00 und 15.00 Uhr Mittag gegessen wird und das war ein bißchen spät für mich. Jeden Tag zu Mittag bekam ich Suppe, Fleisch, verschiedenes Gemüse und Nudeln ode Kartoffeln. Es standen immer Reis und Tortillas auf dem Tisch. Ich bekam immer als Erstes und immer die größte Portion. Und dann gab es noch Dessert. Nicht einmal wußte ich was es ist, aber jeden Tag köstlich. Ab und zu nach der Schule gingen wir in eine Bar. Dort kann man die Drinks kaufen und bekommt gratis zum Essen dazu. Danach gingen wir dann noch nach Hause zum Abendessen. Es war nicht groß aber mehr als genug (speziell nach der Bar). Ich bekam Tacos (meine liebsten, niemand macht sie besser als die Senora), Quesadillas oder Weißbrottoast wie pizza. Ihr könnt Euch vorstellen wie ich zugenommen habe.
Am ersten Wochenende fuhren wir mit unserem Geschichtslehrer nach Dolores Hidalgo und auch nach Guanajuato. In Dolores Hidalgo war gerade eine Parade im Gange. Guanajuato ist in einem tiefen Tal und hat daher viele Tunnels. Zuerst gingen wir ins Museum. Auf dem Platz spielten sie gerade Theater. Dann gingen wir in einen typischen mexikanischen Mark. Das ist die berühmte Callejon del Beso (Straße des Kusses).
Am nächsten Wochenende gingen wir [das waren von links nach rechts Gabi dos (2, ich war Gabi uno) und Bernadette, beide aus deer Schweiz, Femke (Holland), Marlise and Karin, auch aus der Schweiz] nachMorelia und Patzcuaro. In Morelia gingen wir zuerst in die Kirche und später ins Maskenmuseum. Die Polizeistation schaut auch sehr interessant aus. Es ist lustig in Patzcuaro mit den lokalen bussen zu fahren. Die Atmosphäre ist anders als in San Miguel de Allende. Das ist einer der berühmten Fischer, man muß nachher bezahlen um dieses Foto schießen zu dürfen. Die Leute auf dieser Insel sind, wie man an ihren Häusern sehen kann, reicher als die anderen. Dieses kleine Mädchen trafen wir auf dem Weg nach oben zur Statue. Die Umgebung ist richtig schön. Nach der Rückkehr von der Insel gingen wir zum Markt.
Dieses Wochenende feierten wir den Geburtstag von Marlise und natürlich sangen wir ihr das Geburtstagslied. Am nächsten Tag gingen wir zum Reservoir um zu relaxen, später fanden wir diesen großen Kaktus. An diesem Wochenende feierte auch die Senora ihren Geburtstag. Fast die ganze Familie war anwesend, ich zählte ca. 28 Personen, aber in diesem Herumgerenne war es schwer, richtig zu zählen. Sie sangen alle "Los cumpleanos" für sie, es war sehr berührend. Später bin ich ein bißchen in San Miguel de Allende herumspaziert um ein Bilder zu schießen. Eine schmale Straße, ein Blick auf die Parroquia, eine typische Straße, der Weg zu "El Gigante", die Reiter auf dem Weg zur Weihung der Pferde, zwei mexikanische Eingeborene, Oratorio de San Felipe Neri, Church of La Salud and Colegio de Sales, Benito Juarez Park, El Jardin.
Am folgenden Wochenende sind Marlise und und ich nach Queretaro gefahren. Wir gingen auch zum Museo Regional, wo Erzherzog Maximilian von Habsburg eingekerkert war als er Kaiser von Mexiko war. Die Stadt hat eine nette Fußgängerzone. Später gingen wir zum Teatro de la Republica wo sich 1867 das Tribunal getroffen hat und entschied Kaiser Maximilian zu exekutieren.
Am darauffolgenden Wocheende gingen wir nach Mexico City. Am Samstag spazierten wir durch den Park. Er scheint ein Lieblingsplatz für die Liebespaare zu sein. Das ist Quetzalcoatl. Am Abend gingen wir zum Zocalo, sahen den Nationalpalast, Catedral Metropolitana. Auf dem Platz neben der Kathedrale tanzten die Azteken, ich könnte Stunden zuschauen. Dann gingen wir weiter zum Templo Mayor von Tenochtitlan. Am Abend fuhren wir nach Coyoacan. Auf dem Platz vor der Iglesia de la Concepcion spielte eine Mariachiband auf. Man sah an der Menge der Zuschauer, daß es eine gute sein mußte. Eine Frau war so fasziniert von der Musik, daß sie die ganze Zeit vor der Mariachiband auftanzte, sie wollte die ganze Zeit den hübschesten der Band animieren mit ihr zu tanzen, er wollte aber nicht.
Am Sonntag fuhren wir nach Teotihuacan. Beim Tempel von Quetzalcoatl schauten wir nur kurz hinein. Wir kletterten auf beide Pyramiden, die Sonnenpyramide und die Mondpyramide. Auf diesem Bild mit unserer Freundin Lourdes aus Mexico City sieht man deutlich, wie steil es ab und zu ist. Obwohl die Mondpyramide viel kleiner ist als die Sonnenpyramide sind ihre Spitzen auf der gleichen Höhe. Von der Mondpyramide hat man eine gute Aussicht auf die Straße der Toten und die Sonnenpyramide.
Copyright © Gabi Wantke 1999