Mexiko


Teil 3 von Mexiko


Wenn Du nicht an meinem Reisebericht aber an meinen Fotos interessiert bist, gehe zu


Am nächsten Wochenende wollten Marlise und ich nach Real de Cartorce gehen, aber am Freitag fühlte ich mich so schwindlich und atemlos. Innerhalb einer Stunde ging es mir so schlecht, daß ich von der Schule nach Hause gehen mußte. Am Abend bekam ich die "Rache des Moctezuma" zu spüren und am Samstag rief meine Familie den Doktor an. Ich lag für vier Tage flach. Niemals zuvor hatte ich solche "Rache" zu spüren. Wir wußten nicht woher es kam. Am Dienstag ging ich wieder in die Schule, aber die ganze Woche hatte ich wie Watte um den Kopf. Trotzdem hielt es mich nicht davon ab, mit den anderen in die Discos zu gehen. Aber immer auf dem Weg zwischen den Discos zog es mich dringend zur nächsten Toilette. Am Freitag hatten wir unsere Abschlußtests. Ich war aber immer noch wie in Watte gepackt und konnte mich auf nichts konzentrieren. Dementsprechend schaute mein Test aus. Mein Lehrer konnte es nicht glauben, er ließ mich aber trotzdem durch.

Es war ein herzliches Aufwiedersehen mit der Familie. Der Senor brachte Marlise und mich zur Busstation und wir fuhren ab. Ich war zu Tränen gerührt. Aber da Marlise mit mir fuhr war es nicht so schlimm.

Wir fuhren wieder nach Mexico City und übernachteten bei Lourdes. Am Samstag gingen wir endlich ins Antropologische Nationalmuseum. Das ist eine Kopie des berühmten Hutes oder Krone von Moctezuma, das Original ist im Museum in Wien. Es ist aber nicht ganz sicher, ob sie wirklich Moctezuma gehörte. Hier zwei verschiedene Exemplare vom Sonnenkalender in Stein und in Farbe. Einige Tonwaren, Wandrelief, eine Mumie und ein rekonstruiertes Gebäude.

Am Sonntag fuhr uns Lourdes mit ihrer Mutter nach Xochimilco. Das ist das Ausflugsziel der meisten "Städter" auch genannt 'Venedig von Mexico'. Es gibt einen großen Essensmarkt und einen Markt für Souveniere. Auf Drängen von Lourdes machten wir eine Bootsfahrt. Aber es war keine Rundfahrt, sondern eine einfache Fahrt ans andere Ende. So mußten wir nochmal ein Ticket zurück kaufen. Wie gefallen Euch diese zwei kleinen Süßen?

Am Montag spazierten wir durch die berühmte Zona Rosa, wo wir auch beim Hard Rock Cafe vorbeikamen. Nach dem Mittagessen brachte mich Marlise zum Flugplatz, wo ich weiter nach Cancun flog. Sie blieb noch vier Wochen länger an der Schule und ich hatte noch zehn Tage Urlaub bevor ich wieder zu meiner Arbeit zurück mußte.

Ich kam am Abend in Cancun an. Das war das erste Mal, daß ich mit meinem Spanisch auf mich alleine gestellt war. Ich erwischte den richtigen Bus in die Stadt, aber der brachte zuerst die Leute zu ihren Hotels bevor er mich zur Busstation brachte. Minuten bevor wir dort ankamen fing es wie verrückt zu schütten an und der Busfahrer brachte mich nicht bis direkt vor die Busstation. So mußte ich mit meinem schweren Gepäck bei strömendem Regen über die Straße rennen. Die Taxifahrer warteten schon auf mich und riefen mir ihre billigen Angebote entgegen. Die Angebote waren aber derart billig, daß ich dachte, daß hier nicht alles mit rechten Dingen hergeht. Ich ging also zum Ticketschalter um nach einer Fahrt nach Akumal zu fragen. Sie sagte mir, daß es in Akumal keine Busstation gibt. Ich dachte ich höre nicht richtig! Dann sagte sie, daß der Bus aber daran vorbeifahren würde und ich müsse nur dem Taxifahrer sagen, daß er mich bei einem bestimmten Kilometer aussteigen lassen soll. Ich wiederholte in meinem Spanisch, was sie gesagt hatte, damit ich sicher war es auch richtig verstanden zu haben. Sie stimmte mir zu. Ich war mir aber noch nicht sicher, ob der Fahrer das auch machen würde. Als wir in Playa del Carmen waren, erklärte ich es dem Fahrer und die einfach Antwort von ihm war nur: "Si". Das war so kurz, daß ich wirklich besorgt war. Wir fuhren also durch die dunkle Nacht und aufeinmal sah ich ein Schild neben der Straße und im selben Moment rief mich schon der Fahrer. Er fuhr an die Seite und ließ mich aussteigen. Ich zog mein Gepäck heraus, der Bus fuhr weiter, ich drehte mich herum und sah NICHTS! Es war stockdunkel, ich war geschockt, denn ich sah nicht mal die Straße. Ich wußte nicht was ich tun sollte. In diesem Moment fuhr ein Auto vorbei und durch die Schweinwerfer sah ich den Straßenverlauf. Und dann ganz langsam kämpfte sich das Licht einer Glühbirne durch die Dunkelheit. Als ich auf sie zuging, tauchten die Buchstaben "Hotel Club Akumal Caribe" aus dem Dunkel auf. Ich ging durch den Eingang und folgte dem Weg. Es war feuchtheiß und ich hatte immer noch meine Jeans an. Auch mein Gepäck half mir nicht gerade bei meinem Fußmarsch. Ich wußte nicht wie lange ich noch laufen mußte. Es überholten mich zwei Autos, aber ich drehte mich nicht um. Auf der linken Seite sah ich einige ärmliche Hütten, fast wie in den Slums. Aber GottseiDank nach ca. einem Kilometer sah ich das Hotel auftauchen. War ich froh es zu sehen. Ich ging in die Halle und der Mann an der Rezeption fragte mich freundlich ob er mir helfen könne. Ich antworte, daß er bitte einen Augenblick warten solle bis ich meinen Atem wieder hatte. Dann checkte ich ein und er brachte mich zu einem Bungalow mit Küche und allem drum und ran.

Am nächsten Morgen ging ich zum Frühstück und gleich danach zum Strand. Ich relaxte die ganze Woche und wartete auf zwei Freundinnen von meiner Schule, aber sie kamen nie an. So bin ich nach fünf Tagen alleine zu den Tulum Ruinen gegangen. Ich wartete an der Busstation (an der ich angekommen war) aber zwei Amerikaner, die ich schon in unserem Restaurant gesehen hatte nahmen mich mit und so hatte ich eine Gratisfahrt. In Tulum war es nicht erlaubt auf El Castillo und in das Haus von Cenote zu gehen, vielleicht wegen dem? Nach meinen faulen Tagen fuhr ich nach Cancun zurück. Ich dachte daran, dort das Hard Rock Cafe zu besuchen, aber es war im Hotelgebiet und ich wollte keinen zweiten Stau riskieren.

Ich machte eine Fahrt nach Chichen Itza und stieg im Hotel Mayaland Chichen Itza ab, das mir die Reisebürangestellte in San Miguel Allende empfohlen hatte. Von meinem Zimmer konnte ich die Nunnery zwischen den Bäumen sehen. Am nächsten Morgen stand ich sehr früh auf um alleine bei den Ruinen zu sein. Als ich dort ankam, waren nur ein paar Leute da. Die erste der Ruinen, die ich erkletterte war natürlich El Castillo. Von dort oben hatte ich einen tollen Ausblick auf From there I had a great view to the Tempel der Krieger und die Gruppe der Tausend Kolumnen. Hier eine andere Ansicht der Kolumnen und des Tempels der Krieger. Dann ging ich zum Ballplatz. Die Spieler mußten den Ball durch dieses kleine Ding schießen und der verlierende Kapitän und natürlich seine Teamkameraden auch wurden geopfert. Dann kletterte ich auf den Tempel des Jaguars. Aber dort oben bekam ich auf einmal Höhenangst weil es so schmal und hoch war. So bin ich rückwärts wieder die Treppe hinuntergeklettert. Das ist die Plattform der Jaguare & Adler. Dann spazierte ich zur Heiligen Cenote, wo aller Art geopftert wurde, wie z.B. Menschen, Dinge und wertvolles Gold und Jadejuwelen.

Nachdem ich den Tempel der Krieger erklommen hatte wurde die innere Pyramide des El Castillo geöffnet und ich kletterte auch innen hinauf und natürlich wieder hinunter, es war sehr eng. Oben sieht man diesen Thron. Dann suchte ich El Caracol, die Wegweiser sind nicht gerade klar, aber schlußendlich fand ich ihn. Das sind die zwei schönen Gebäude hinter der Nunnery.

Am Nachmittag nahm ich den Bus nach Merida. Am nächsten Morgen erwischte ich den zweiten Bus nach Uxmal, den ersten hatte ich verpasst. Das erste was man dort zu sehen bekommt ist die Magierpyramide, ich hatte keine große Lust dort hinaufzuklettern, denn ich hatte ganz schön Muskelkater vom Tag zuvor. Ich ging also weiter zum Nonnen Quadrangle. Dort waren wieder kaum Leute, gut für mich. Das Nonnengebäude hat viele interessanten Schnitzereien. Dann spazierte ich durch den Ballplatz zum Gouverneurspalast. Ich umrundete ihn und entscloß mich die Große Pyramide zu erklettern. Dort waren gerade zwei Arbeiter daran das Gras zu schneiden, sonst war niemand oben. Im selben Moment als ich oben ankam, kam einer der Arbeiter mit seiner Sichel zu mir um mit mir zu quatschen. Es war eine bizarre Szene, er mit seiner Sichel in der Hand neben mir; niemandem wäre es aufgefallen wenn er mich geköpft hätte. Aber wie Ihr sehen könnt bin ich immer noch am Leben. Dann ging ich zurück. Vom Schildkrötenhaus hatte ich einen wundervollen Blick zum Nonnen Quadrat und zur Magierpyramide. Als ich auf meinem Weg zurück bei der Pyramide vorbeikam, sah ich ein paar alte Leute hinaufklettern. Ich fühlte mich beschämt, daß ich zu faul war und so kletterte ich doch hinauf. Der Weg hinauf war einfach und ich hatten einen super Ausblick auf das Ausblick auf das Nonnen Quadrat, aber ich hatte Angst drumherumzugehen, denn es sah alles so glatt aus und der Boden neigte sich, ich ging also wieder zur Rückseite und bin rückwärts hinuntergeklettert. An der Busstation entdeckte ich, daß der Bus zwei Touren beinhaltete, nach Kabah und Uxmal, und die leute die nach Kabah gefahren waren, kamen mit dem selben Bus nach Uxmal zurück und wollten natürlich hier auch noch schauen gehen. Ich mußte also darauf warten, daß diese Leute ihre Runden gemacht hatten bis es wieder zurück ging. In Merida habe ich nicht viel unternommen, denn ich war total erledigt und hatte wahnsinnigen Muskelkater. Am Abend suchte ich nach dem Restaurant "Los Almendros", das mir auch die Reisebroangestellte empfohlen hatte. Danach viel ich ins Bett, denn am nächsten Morgen mußte ich sehr früh aufstehen um den Flug nach Mexico City nicht zu verpassen.

Ich kam früh in Mexico City an, so konnte ich doch noch zum Chapultepec Park spazieren gehen. Ich ging zum Castillo de Chapultepec hinauf, in dem Kaiser Maximilian mit Kaiserin Carlota residiert hatte. Hier sieht man das sehr luxuriöse Schlafzimmer und hier das Bad.

Am nächsten Morgen um 8.00 Uhr ging mein Flug, ich mußte also um 6.00 Uhr am Flugplatz sein. Wärend meiner Wartezeit im Gate ging die Sonne langsam hinter den Bergen auf. Auf einmal kam ich drauf, daß ich direkt zum Iztaccihuatl und Popocatepetl sehe, es kam sogar Rauch aus seinem Krater. Das war wirklich ein super Abschluß meiner Reise in Mexiko.



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Gabi
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