Durchwachsene Leistung der Lions im Derby gegen Bludenz

ABC Dornbirn Lions - BCO Bludenz
97:83 (18:13, 37:35, 55:52)
Lions: Georgoulis 30, Cokara 23, Hehle 12, Gmeiner 8, Gross 7, Mahmoud und Künstner je 6, Nussbaumer 4, Denz 1, Popadic, Fend und Kern.
BCO: Katzenmayer 21, Fussenegger 18, Winter 16, Jäger 13, Morscher 8, Battisti 5, Ziegler 2, Nägele und Fritsche.

Die erfahrenen Dornbirn-Fans wussten es ja schon vorher: Nach einem Kantersieg gegen den Tabellenführer kommt unweigerlich eine Zitterpartie gegen den Tabellenletzten.

In der ersten Halbzeit lief es den Lions dann auch überhaupt nicht. Sie hatten von jenseits der Dreierlinie, aber auch aus der Halbdistanz kein Wurfglück und taten sich unter dem Korb gegen die körperlich überlegenen Bludenzer schwer. Aber statt zu versuchen, über die Defense ins Spiel und zu schnellen Fast-Breaks zu kommen, wurde lasch verteidigt und langsam gespielt. So kamen die Oberländer nach guten Phasen der Lions nicht nur immer wieder heran, sondern konnten gegen Ende der ersten Halbzeit sogar mit 34:35 in Führung gehen.

Der "Weckruf" erfolgte erst im dritten Viertel, als in der 23. Minute der Topscorer der Dornbirner - der US-Grieche Steve Georgoulis - nach seinem vierten Foul vom Coach auf die Bank verbannt werden musste. Zu diesem Zeitpunkt führten die Lions nur mit 43:40, die Oberländer witterten nun Morgenluft und kamen prompt bis auf einen Punkt heran. Die jungen Löwen stemmten sich nun aber gegen die drohende Niederlage, erhöhten die Intensität in der Verteidigung und ergriffen die Initiative im Angriff. So konnte der Vorsprung auch ohne Steve Georgoulis im dritten Viertel gehalten und am Anfang des vierten Viertels sogar auf zehn Punkte erhöht werden. Mit dem ab der 34. Minute von der Bank zurückgekehrten US-Griechen spielten die Lions in den nächsten vier Minuten sogar einen 86:71-Vorsprung heraus. Dann wechselte Coach Türk vermehrt die Bankspieler ein und die Oberländer fingen an mit Fouls die Uhr zu stoppen. Das Spiel zog sich dadurch noch etwas in die Länge, aber der Sieg der Messestädter wurde in der Schlussphase nicht mehr in Frage gestellt.

Nächsten Freitag erfolgt in der Wichnerhalle in Bludenz als Start der Rückrunde gleich das Rückspiel.