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Seit 2003 erinnert diese Gedenktafel die wir im Auftrag unseres Pfarrers Hw. E. Amann anfertigen durften an das Schicksal zweier junger Frauen 1941 in St. Gallenkirch. Ihre traurig, tragische Geschichte hat die Studentin I. Wieser aus Gortipohl in ihrer Diplomarbeit recherchiert und ein Stück namenloses Unglück zutage gefördert. H. Juen der damals 13 Jahre alt war, beschreibt die beiden Mädchen als "zwischen 16 und 19 Jahre alt". Niemand weiß es heute genau. Akten gibt es nicht aus dieser Zeit. Keine Sterbeurkunde. Kein Protokoll. "Wiener Lehrerinnen sollen es gewesen sein" meint Pfarrer Amann. M. Gavanesch vermutet, daß die beiden jungen Frauen vom Gargellental aus über das 2200 m hohe Schlappiner Joch nach Klosters in Graubünden flüchten wollten. Gerüchten zufolge hatten sie einen Gargellener als Fluchthelfer engagiert, der sie verriet. Aber bewiesen ist das nicht. Er habe die beiden jungen jüdischen Frauen den Gendarmen ausgeliefert, erinnert sich Fr. Gavanesch laut Diplomarbeit. Die Beamten sperrten die Flüchtlinge in den Gemeindearrest im Keller des Schulhauses in St. Gallenkirch. Eine Nacht lang blieben Sie dort. Als ein Hilfsgendarm am Morgen das Frühstück bringen wollte, waren Sie tot. Beide Frauen hatten sich mit Schnüren aus ihrem Rucksack erhängt. Sie sollen sich noch an den Händen gehalten haben. Der Rest verliert sich, wie auch andere Flüchtlingsschicksale in jener grausigen Zeit. Keiner kennt bis heute Ihre Namen. Hr. Juen hält Sie für Geschwister. Aber auch das ist nicht klar. Nur das Sie ihrem Leben ein Ende setzten. Und "daß man Sie irgendwo verscharrt hat", sagt Pfarrer Amann. |
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